Podcast mit Alina Kleiner: Fortbildung zum Packmittelexperten

Alina Kleinert vom WFS zur Fortbildung zum Packmittelexperten

In dieser Episode der Inno-Talk-Podcastreihe von Innoform begrüßt Karsten Schröder die Expertin Alina Kleiner. Im Gespräch wird deutlich, wie praxisnah und strategisch sie das Thema Verpackungsgestaltung und Nachhaltigkeit betrachtet – sowohl in der Industrie als auch in der Weiterbildung.

Verpackungsexpertise aus der Praxis – für die Praxis

Alina Kleiner ist in mehreren Rollen aktiv, die sie mit ihrer Erfahrung im Verpackungsbereich verbindet: Als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sustainable Packaging Institute (SPI) der Hochschule Albstadt-Sigmaringen sowie als Mitgestalterin und Dozentin in der Fortbildung zum „Packmittelexperten“, durchgeführt von der Wirtschaftsförderung Sigmaringen. Dort bringt sie ihr Wissen in die Entwicklung praxisorientierter Lehrformate ein – insbesondere mit dem Ziel, Fachkräfte entlang der gesamten Verpackungswertschöpfungskette weiterzubilden.

Berufsbegleitende Qualifikation für die Verpackungswirtschaft

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Fortbildung „Packmittelexperte“ – ein berufsbegleitendes Angebot, das für Techniker:innen, Laborpersonal, Einkauf und Qualitätssicherung sowie für alle, die sich mit nachhaltigeren Verpackungen beschäftigen möchten, entwickelt wurde. Ziel ist es, praxisrelevantes Wissen rund um Verpackungskonzepte, Materialwahl, Nachhaltigkeit und rechtliche Rahmenbedingungen kompakt und anwendungsnah zu vermitteln.

Es wird deutlich, wie wichtig es ist, dass dieses Wissen nicht nur theoretisch, sondern konkret auf industrielle Prozesse abgestimmt ist.

Die Fortbildung zum Packmittelexperten in Sigmaringen bietet praxisnahe Module, die auf die Bedürfnisse von Fachkräften in der Verpackungsbranche zugeschnitten sind.

Die Lernmodule:

1. Grundlagen Verpackungen

2. Grundlagen Nachhaltigkeit

3. Packstoffe und Packmittel

o Kunststoffe

o Papier, Pappe, Karton

o Metall, Glas und andere

4. Regulatorische Rahmenbedingungen, Standards und Empfehlungen (ausschließlich online)

5. Verpackungsprozesse und -technologien

6. Projekt- und Qualitätsmanagement

7. Case Studies und Workshop-Anwendung des erlernten Wissens auf praxisnahe Fallbeispiel

Der Abschluss der Fortbildung erfolgt durch einen mündlichen Leistungsnachweis.

Kooperation zwischen Forschung, Wirtschaftsförderung und Industrie

Das Gespräch macht deutlich: Die Verbindung zwischen angewandter Forschung, öffentlicher Bildungsförderung und industrieller Realität ist ein wichtiger Baustein für nachhaltige Verpackungslösungen. Alina Kleiner sieht hier großes Potenzial in regionalen Kooperationen, wie sie in Sigmaringen entstehen – mit engem Bezug zur Industrie und dem Anspruch, Innovation und Qualität zu verbinden.

Jetzt reinhören:

Fazit

Die Folge zeigt eindrucksvoll, wie Weiterbildung in der Verpackungsbranche konkret und wirksam gestaltet werden kann – mit erfahrenen Fachleuten wie Alina Kleiner, die an der Schnittstelle von Lehre, Wirtschaft und Technologie arbeiten. Der Inno-Talk bietet somit nicht nur einen Einblick in aktuelle Bildungsinitiativen, sondern auch einen Ausblick auf den steigenden Stellenwert von Fachkompetenz in einer sich wandelnden Branche mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit.

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Transkript

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Heute begrüße ich im Innoform-Podcast Alina Kleiner. Sie spricht über den Kurs Packmittel-Experten, Packmittel-Expertin, und was das Thema Nachhaltigkeit in diesem Kursus für eine Rolle spielt. Wir reden über die Referenten vom Sustainable Packaging Institute, die diesen Kursus hybrid durchführen werden. Das heißt, Teilnehmer können vor Ort, aber auch online teilnehmen.

Und warum sich diese drei Monate intensiven Lernens rund um das Thema Packmittel- und Verpackungstechnik lohnen werden. Wer daran teilnehmen soll und was es kostet. Hören Sie rein in diese kurze Episode mit Alina Kleiner. Heute begrüße ich Alina Kleiner von WFS.

Hallo Frau Kleiner. Hallo Herr Schröder, freut mich, dass ich da sein darf. Ich freue mich auch. Ich kenne eigentlich nur Ihren Kollegen, den Markus Schmid aus SIGMA Ring.

Wir machen schon eine ganze Weile gemeinsam Seminare. Innoform möchte gerne SIGMA Ring auch unterstützen so ein bisschen. Sie machen sehr tolle Forschungsprojekte zum Thema Nachhaltigkeit, aber WFS steht ja nicht für die Hochschule. Was bedeutet WFS?

Ja, vielen Dank, dass Sie fragen. WFS steht für Wirtschaftsförderung SIGMA Ringen und die Wirtschaftsförderung SIGMA Ringen betreibt den Innovationscampus SIGMA Ringen, auf dem zum Beispiel auch die Forschungsfabrik mit dem Sustainable Packaging Institute der Hochschule angesiedelt ist. So kam es eben auch, dass die Wirtschaftsförderung zusammen mit dem SPI von 2021 bis 2024 ein Projekt gestartet hat, um ein Fortbildungskonzept für Packmittel-Experten zu entwickeln. Und darüber werden wir heute ja auch sprechen.

Ganz genau. SPI haben Sie schon so englisch ausgesprochen. Ist das eine mehrsprachige Uni oder ist das auf Deutsch? Wie funktioniert das?

Grundsätzlich zu der Uni SPI wollte ich erst mal hören. Genau. Also das SPI, das Sustainable Packaging Institute, gehört zur Hochschule ab Stadt SIGMA Ringen. Das ist zunächst mal an sich eine deutsche Hochschule.

Wir bieten aber auch komplett englischsprachige Masterstudiengänge an. Und auch in den Bachelorstudiengängen gibt es teilweise englische Vorlesungen. Also es wird zunehmend internationaler sozusagen, weil es ja auch einfach für den Beruf später mal wichtig ist. Und gerade wenn man dann in der Forschung tätig wird, ist Englisch ja eigentlich die Hauptsprache.

Doppelrolle bei WFS und SPI

Genau. Sie haben ja eine Doppelrolle. Sie sind ja einmal beim WFS unterwegs, aber auch beim SPI. Was genau tun Sie denn?

Genau. Also ich habe damals als dieses Projekt PAK mit, wo das Fortbildungskonzept für die Packmittel-Experten entwickelt wurde, bei der WFS angefangen, das Projekt zu bearbeiten. Es war dort ja aber auch schon in Kooperation mit dem SPI. Und ich habe danach meinen Master auch angefangen, am SPI zu arbeiten.

Bin also an beiden Stellen tätig. Bei der Wirtschaftsförderung betreue ich jetzt einfach noch die entstandene Fortbildung zum Packmittel-Experten, weil ich sie damals ja auch mitentwickelt habe und dann bei der WFS auch zur Marktreife gebracht habe. Und am SPI arbeite ich in unterschiedlichen Forschungsprojekten zu nachhaltigeren Verpackungskonzepten. Da haben wir ja einige, wie Sie es vorhin auch schon angesprochen haben.

Und habe da auch ein tolles Team um mich herum, von denen ich auch manche nachher noch vorstellen werde, wenn wir vielleicht über die Dozenten der Fortbildung noch sprechen. Da kommen wir ganz bestimmt noch hin. Ich kann auch wirklich sagen, der Spirit, der ist wirklich toll. Das ist ja oft quasi eine Start-up-Uni, wenn man so will.

So lange gibt es das ja noch gar nicht. Ich glaube, Markus Schmid hat das mitgegründet oder war einer der ersten Professoren sogar. Ist das richtig? Der Markus Schmid hat das SPI, also dieses Forschungsinstitut an der Hochschule, mitbegründet.

Es gibt auch noch andere Forschungsinstitute an der Hochschule. Die Hochschule an sich gibt es schon ziemlich lange. Nur eben das SPI ist noch ziemlich jung mit Gründungsjahr 2018. Da sprechen wir indirekt gleich noch weiter drüber.

WFS ist aber heute das Thema eigentlich. Wir wollen heute auch ein bisschen besser kennenlernen: Wirtschaftsförderung Sigmaringen. Ich habe schon gesehen, knapp 18.000 Einwohner.

Das steht da gleich auf der Website. Wir verlinken das natürlich auch alles in den Show Notes. Das kann jeder dann noch mal nachlesen. Aber was macht WFS eigentlich für Sigmaringen und in Sigmaringen?

Wirtschaftsförderung Sigmaringen Fachkräfte

Genau, die Wirtschaftsförderung verwaltet nicht nur den Innovationscampus, wie ich vorhin gesagt habe, sondern, wie es der Name schon sagt, ist auch dafür zuständig, die Wirtschaft in Sigmaringen zu fördern. Also zum Beispiel auch Gründer hierher zu holen. Am Innovationscampus gibt es auch das Start-up-Zentrum, wo Gründer sich anmieten können. Es geht auch darum, generell in der Stadt Sigmaringen Gewerbe anzusiedeln.

Auch hier oben auf dem ehemaligen Kasernengelände. Also einfach die Wirtschaft in Sigmaringen vorantreiben. Fachkräfte hierher locken und sie auch halten. Alles darum rum.

Hochspannend. Jetzt sind wir schon ein bisschen abgewichen vom Skript. Aber so ist das immer bei Podcasts, die man live aufnimmt. Jetzt wollen wir aber über die Fortbildung sprechen, für die ich mich ja auch wirklich engagieren möchte.

Ich finde das ganz toll, dass da wieder eine Initiative entsteht, um Packmittel-Experten, Fachverpackungsexperten auszubilden. Was genau hat das eigentlich mit dieser Ausbildung auf sich? Nun ja, wir haben einfach am Institut auch gemerkt, dass da ein großer Bedarf in der Industrie da ist, ganzheitliche Informationen zum Thema nachhaltigere Verpackungen zu bekommen. Und deshalb haben wir uns auch dazu entschieden, ein Forschungsprojekt eben zu beantragen, indem wir mal so ein Fortbildungskonzept entwickeln können, um zu schauen, was sind denn die Bedarfe der Industrie?

Wo ist denn der Informationsbedarf? Und wie kann man diesem gerecht werden? Und so ist dann eben die Fortbildung zum Packmittel-Experten entstanden. Und was ist dann bei rausgekommen?

Welche Inhalte bieten Sie jetzt tatsächlich an? Genau, die Fortbildung besteht aus sieben Schulungsmodulen. Also das ist jetzt schon ganz schön umfangreich geworden. Aber wir bieten da wirklich ein ganz breites Spektrum an, zum Beispiel im Modul Grundlagen Verpackungen.

Da geht es um die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Packstoffen, um Gas- und Aromapermeation, um andere Wechselwirkungen zwischen Verpackungen, dem verpackten Produkt und der Umwelt. Dann gibt es das Modul Packstoffe und Packmittel. Untergliedert in alle Packstoffgruppen – Kunststoffe, Papier, Papierkarten, Glas, Metall. Dazu die Rohstoffquellen, die Herstellungsverfahren, die Einsatzmöglichkeiten.

Das dritte Modul ist das Modul Verpackungsprozesse und Technologien. Wie der Name schon sagt, geht es da um Verpackungsprozesse, aber auch um End-of-Line-Operations, um thermisch behandelte Verpackungen. Auch zum Beispiel besondere Verpackungskonzepte wie smarte Verpackungen. Dann soll es ja um nachhaltigere Verpackungen gehen.

Nachhaltigkeit und PPWR Regularien

Deshalb gibt es auch das Modul Grundlagen Nachhaltigkeit. Dort werden Dimensionen, Modelle und Strategien von Nachhaltigkeit adressiert. Und diese dann in den Verpackungskontext gesetzt. Auch nachhaltigere Designstrategien für Verpackungen, Nachhaltigkeitsbewertung und Nachhaltigkeitskommunikation wird angeschnitten.

Und was die Branche im Moment ja natürlich sehr bewegt, ist die PPWR. Deshalb gibt es auch ein Modul regulatorische Rahmenbedingungen. Auch ohne die PPWR war dieses Modul schon wichtig, weil es einfach zahlreiche Regularien im Bereich Verpackungen und Nachhaltigkeit gibt. Klar, der Fokus der Diskussionen im Moment liegt auf der PPWR, aber in diesem Modul werden auch viele andere europäische und nationale Gesetzgebungen und auch unterschiedliche internationale Standards behandelt.

Und weil so eine Verpackungsoptimierung immer auch ein Projekt ist, schadet es auch nicht, ein paar Grundlagen zu Projektmanagement und Qualitätsmanagement mitzubekommen, was das sechste Schulungsmodul ist. Und um dann das ganze erlernte Wissen aus den bisherigen Schulungsmodulen anzuwenden, gibt es das siebte Modul die Case Studies, wo wir in Workshops an Fallbeispielen dann so eine Verpackungsoptimierung erarbeiten. Das ist ja eine unheimlich umfassende Ausbildung. Man kann natürlich nicht überall in die Tiefe gehen.

Würden Sie sagen, es gibt einen Schwerpunkt beim Thema Nachhaltigkeit? Das habe ich jetzt gerade so ein bisschen rausgehört, oder? Wir versuchen schon in allen Schulungsmodulen, auch in denen, die jetzt nicht Grundlagen Nachhaltigkeit heißen, immer den Nachhaltigkeitsfokus zu haben. Das ist ja auch das Ziel der Fortbildung, nachhaltigkeitsorientierte, optimierte Verpackungen am Ende mitgestalten zu können.

Und dazu muss man natürlich alle diese Inhalte vor dem Hintergrund einer nachhaltigeren Verpackungskonzeptionierung einfach betrachten. Diese nebenberuflichen Fortbildungen, so eine ist es ja wahrscheinlich dann vordergründig erst mal, brauchen ja immer einen großen Praxisbezug. Wie stellen Sie den her? Wir versuchen wirklich konkrete Fragestellungen aus der Industrie auch zu bearbeiten.

Die Teilnehmenden können sehr gerne auch eigene Fragestellungen mitbringen, gerade beispielsweise im Modul Case Studies. Das findet ganz zuletzt statt. Da geben wir dann gerne schon am Beginn der Fortbildung die Möglichkeit, dass die Teilnehmenden ihre eigenen Fallbeispiele auch mitbringen können, die sie dort gerne behandeln würden. Und natürlich sind die Inhalte und die Präsentationen für die Fortbildung schon vorgefertigt.

Da gibt es unterschiedliche Praxisbeispiele. Aber die Fortbildung lebt auch einfach von den Diskussionen der Teilnehmenden, die ihre eigenen Erfahrungen und Fragen an der Stelle mitbringen. Und so wird dann der Praxisbezug ganz von alleine auch noch hergestellt. Und das spricht ja eigentlich sowieso auch für das Institut für die Hochschule in Sigmaringen.

Das habe ich schon in anderen Seminaren usw. auch so erlebt, dass eben auch viel Interaktion stattfindet. Das bringt mich natürlich zur nächsten Frage: Wie läuft denn sowas ab?

Präsenzfortbildung in Sigmaringen

Müssen die Teilnehmer vor Ort sein? Wird das remote stattfinden? Weil das ist ja auch immer ein bisschen schwierig. Sigmaringen ist noch nicht gerade der Nabel der Welt, wenn ich das so sagen darf.

Man kommt da nicht so einfach hin. Man muss Spaß haben an schöner Landschaft. Dann ist man da genau richtig aufgehoben. Wie läuft das?

Ja, da haben Sie schon recht und gut, dass Sie fragen. Ich würde Sigmaringen auch nicht als Nabel der Welt bezeichnen. Ich persönlich bin gerne hier und man hört mir ja auch ein bisschen an, dass ich hier lebe. Uns ist es bewusst und wir haben ja gerade schon gehört, wie umfangreich die Module sind.

Es sind insgesamt 12 Termine. Und dafür, 12 Termine auch die Zeit auch zu bringen, immer hierher zu kommen, ist sicher nicht für jeden möglich. Deshalb versuchen wir das so flexibel wie möglich zu gestalten. Also alle Module bis auf das Regulatorikmodul werden vor Ort am Innovationscampus angeboten, sodass es immer die Möglichkeit gibt, in Präsenz teilzunehmen und einfach auch zu netzwerken.

Weil das aber natürlich nebenberuflich nicht immer möglich ist, kann man zusätzlich jederzeit auch online, beispielsweise teilnehmen. Und wir haben versucht, die Termine auch so zu legen, dass die ersten beiden Termine und die letzten beiden Termine der Fortbildung an zwei direkt aufeinander folgenden Tagen liegen, sodass es sich für Personen mit weiterer Anreise dann auch lohnt, einmal anzureisen, am Anfang auch die anderen Teilnehmer kennenzulernen, da die Möglichkeit zum Netzwerken zu nutzen und dann zum Abschluss dann doch auch nochmal zusammenzukommen und vielleicht die Fortbildung auch noch ein bisschen Revue passieren zu lassen. Also wir versuchen da jedem so nah wie möglich entgegenzukommen, damit die Teilnahme möglich ist. Und selbst wenn man beispielsweise auch mal an einem Termin oder mehrere Termine gar nicht teilnehmen könnte, weil es aufgrund anderer beruflicher Termine nicht möglich ist, dann bekommt man die Unterlagen zur Verfügung gestellt, man kann sich selbst einarbeiten, auch Rückfragen stellen.

Also da versuchen wir einfach so flexibel wie möglich zu sein, weil wir jedem, der sich ganz weiterbilden möchte, auch die Möglichkeit dazu geben wollen. Das zeigt eigentlich auch schon, wie modern die Hochschule auch ausgestattet ist. Wir kennen das auch. Wir machen auch unsere Seminare in Sigmaringen hybrid.

Also Leute können vor Ort netzwerken, die Übung wirklich real machen oder eben auch sich zuschalten und beides hat seinen Charme. Manche sind nicht reisefähig, weil gerade kleine Kinder da sind vielleicht oder weil gerade eben die Firma es auch im Moment einfach nicht zulässt. Kleine Unternehmen sind ja sicherlich auch eine Hauptkundenklientel für dieses Seminar. Da wird der Maschinenbediener oder der Meister natürlich auch gebraucht.

Sind das denn Module, die dann am Wochenende stattfinden oder ist das in der Woche geplant? Machen Sie mal ein bisschen konkreter. Ja, gerne. Wir haben die Termine extra versucht, ein bisschen zu entzerren, damit es nicht zwei Wochen am Stück stattfindet, weil ich denke, das wäre deutlich schwieriger planbar.

Zeitrahmen zwei bis zweieinhalb Monate

Wie gesagt, die ersten und die letzten beiden Termine an zwei direkt aufeinander folgenden Tagen. Aber ansonsten versuchen wir, einen Wochenrhythmus einzuhalten. Also dass ein Termin pro Woche stattfindet. Meistens liegt das auf einem Freitag, weil erfahrungsgemäß freitags vielleicht nicht so viele Regeltermine liegen und man dann vielleicht auch mit der An- und Abreise das etwas besser planen kann.

Und so wird die ganze Fortbildung etwa auf einen Zeitraum von zwei bis zweieinhalb Monaten entzerrt. Und so ein Tag ist dann von morgens acht bis abends um 17 Uhr, so wie wir es von der Berufsschule vielleicht kennen? Oder wie läuft das? So kann man es fast sagen.

Wir beginnen eigentlich so zwischen neun und zehn für die Personen, die morgens anreisen, damit die nicht ganz so früh rausmüssen. Und das Ende wird dann so gegen 16, 17 Uhr sein. Ich glaube, viel länger kann man sich dann bei diesem inhaltlichen Input auch gar nicht mehr konzentrieren. Von daher versuchen wir das auch didaktisch angenehm zu gestalten an der Stelle.

Also wäre ich jetzt nicht 58, sondern 28, würde ich mich natürlich sofort anmelden. Was kostet das denn und was habe ich davon, wenn ich das jetzt tue? Die Fortbildung kostet 4.950 Euro für die gesamte Teilnahme. Und der Nutzen für die Fortbildung ist auf jeden Fall ganz klar.

Wer wirklich ganzheitlich nachhaltigere Verpackungskonzepte gestalten möchte, bekommt dafür in der Fortbildung die erforderliche Informationsbasis. Man hat die Experten, das SPI, einfach als Ansprechpartner, um auch konkrete Fragestellungen zu klären. Man kann auch nochmals Kontakte mit anderen Unternehmen knüpfen, die vielleicht vor ähnlichen Herausforderungen stehen und auch an der Stelle einfach weiterkommen. Und wir sehen es jetzt gerade mit den drängenden Diskussionen zur PPWR auch.

Die Nachhaltigkeit von Verpackungen ist so ein zentrales Thema. Auch Verbraucher fordern immer mehr Nachhaltigkeit. Auch wenn das, was die Verbraucher fordern, vielleicht nicht immer nachhaltiger ist. Es ist wirklich so ein Spannungsfeld, in dem nachhaltige Verpackungen an der Stelle stehen.

Und da braucht es wirklich ein fundiertes Wissen, das vor allem auch interdisziplinär ist. Und das bietet die Fortbildung in jedem Fall. Das ist auch der Unterschied zu dem, was wir bei Innoform machen. Wir machen sehr punktuelles Wissen.

Da ist jemand, der muss jetzt genau einen bestimmten Paragrafen der PPWR im Detail verstehen und sich auch absichern, dass andere das auch so verstehen. Das machen wir. Und ihr macht ja jetzt quasi den großen Bogen. Dann kommt das dann zum Abpackprozess und dann nachher sogar bis zur Entsorgung.

Ganzheitliches Verpackungswissen vermitteln

Das verstehe ich richtig, oder? Genau, das trifft es sehr gut. Und das war auch mit so einer Idee hinter der Fortbildung. Es gibt ja unfassbar viele Seminare, Workshops usw.

Meistens zu ganz spezifischen Themen. Aber wir haben gesagt, okay, es braucht auch dieses Gesamtpaket, was dann natürlich zeitlich und finanziell deutlich intensiver ist. Da sind wir uns auf jeden Fall bewusst. Aber wenn man wirklich in der Breite das Thema angehen möchte, ist das eine ganzheitliche Grundlage.

Diese kann man ergänzen mit punktuell in die Tiefe gehenden Workshops, Seminaren usw. Aber zunächst braucht es einfach mal das Wissen in der Breite. Mich fasziniert ja dieses Verpackungswissen auch seit über 35 Jahren. Dieses Interdisziplinäre habe ich bei euch auch ein bisschen rausgehört.

Ist das etwas auch, wo ihr einen Fokus drauf liegt oder macht ihr nur etwas für die Milchwirtschaft, weil bei euch halt viele Kühe stehen? Wie läuft das? Nein, wir versuchen das auf jeden Fall interdisziplinär zu machen. Zum einen mal in dem Sinne, dass wir jetzt nicht nur in Anführungszeichen Materialkunde machen, sondern eben auch in das Thema Nachhaltigkeit reingehen, Nachhaltigkeitsbewertung, Regulatorik, Projekt- und Qualitätsmanagement, also schon von den Themen, aber auch versuchen, die ganze Life-Science-Industrie abzudecken.

Also Lebensmittel, Kosmetik, Pharmaindustrie. Da gibt es unterschiedliche Fallbeispiele, die auch gerne dann die Teilnehmenden mitbringen können. Und so versuchen wir wirklich auch, unterschiedliche Industrien abzudecken. Und auch mit den produzierenden Versuchen werden wir an der Stelle einfach interdisziplinär uns aufzustellen.

Hochspannend. Also es geht gar nicht darum, was verpackt wird, sondern es geht wirklich darum, wie mache ich es optimal für das Packmittel, was da eingepackt werden soll. Und auch das Packmittel ist eigentlich flexibel. Das heißt, ich habe eben schon gehört Karton, Glas, Folie.

Wir machen bei Innoform ja nur Folienverpackung. Flexpack nennen wir das ja, aus Papier oder aus Folie oder Aluminium. Und bei euch ist sowohl Material eigentlich flexibel, als auch das Packmittel selber. Ob es dann nachher eine Dose wird oder ein Getränkekarton oder eben ein Beutel, oder?

Genau, das ist total flexibel, weil man soll ein allgemeines Werkzeug und Tool mit an die Hand bekommen, um Verpackungen in der gesamten Life-Science-Industrie nachhaltiger gestalten zu können. Weil das Prinzip oder die Vorgehensweise, wie man an so eine nachhaltigere Verpackungsgestaltung rangeht, ist dasselbe. Die Anforderungen von den Produkten, die sind dann immer unterschiedlich, klar. Aber die geht es eben zu erfüllen.

Packstoffe und Verpackungskonzepte testen

Die muss man zunächst mal rausfinden. Und dann zu wissen, welche Packstoffe, welche Packmittelverpackungskonzepte können diese Anforderungen erfüllen, um den erforderlichen Produktschutz zu gewährleisten und dadurch dann eben auch nachhaltigere Verpackungskonzepte zu gestalten, die im besten Fall noch kreislauffähig sind und oder auch biobasiert. Also wirklich ein allgemeines Tool, das nicht auf ein spezielles Produkt oder einen speziellen Packstoff spezialisiert ist, sodass man dann dieses Wissen ins eigene Unternehmen tragen kann, gerne spezifisch auch für die Produkte und Verpackungskonzepte, die in dem Unternehmen angewendet werden. Aber theoretisch könnte man mit diesem Wissen ja auch andere Unternehmen unterstützen.

Und das wäre ja toll, wenn dieses Wissen auf diese Weise dann multipliziert wird. Ganz spannende Sache. Ist das denn von der Zielgruppe dann eher eine typische Verpackungsingenieur, der jetzt bei Nestle, Unilever eine Lebensmittelverpackung designen muss oder bei Chicco, was weiß ich, eine Sockenverpackung? Oder ist es einer, der wirklich auch eine Verpackung herstellt, einer, der bei Tetrapack oder SIG arbeitet oder vielleicht bei Mondi Packaging oder so etwas?

Was ist eure Zielgruppe? Also die Fortbildung richtet sich eigentlich an alle, die sich schon in irgendeiner Weise mit Verpackung beschäftigen oder dies gern intensiver tun möchten. Das können Verpackungsingenieure sein oder Verpackungshersteller, aber auch Leute aus dem Qualitätsmanagement von Verpackungsunternehmen oder Unternehmen, die abpacken. Genauso wie Umwelt- oder Nachhaltigkeitsmanager, für die das Thema Verpackung und nachhaltigere Verpackung vor allem relevant ist.

Ein bisschen Vorwissen in die Fortbildung mitzubringen ist auf jeden Fall hilfreich. Aber wir versuchen da jeden abzuholen, egal aus welcher Branche man dann an der Stelle kommt. Wir wissen ja alle, dass gerade in der hessischen Lebensmittelindustrie das oft so hands-on sich entwickelt hat. Die Leute sind da reingerutscht, weil sie eine Neigung hatten, sich mit Verpackung bei Verpackungsmaschinen oft zu beschäftigen.

Dann kriegen die plötzlich so das Zertifikat, du bist unser Verpackungsexperte. Das sind also Leute, die ihr auch ansprechen, aber auch Leute, die vielleicht Verpackungen verkaufen, die selber Folienverpackungen herstellen und dann zum Kunden gehen und sagen, Mensch, deine Molkerei, deine Käseverpackung ist aber viel zu dick, mach die mal dünner, ist sie nachhaltiger und kannst sie besser recyceln. So in der Richtung, verstehe ich das. Ganz genau.

Das Interdisziplinäre hatten wir schon ziemlich besprochen. Ist denn dann Schwerpunkt festzustellen hinsichtlich Maschinentechnik und Material- und Füllgut? Oder ist es wirklich mehr oder weniger ausgeglichen, dass ihr sagt, wir gucken eigentlich mehr auf die Nachhaltigkeit, auf das gesamte verpackte Gut und tangieren dann eigentlich alle Stufen. Wie ist das?

Wir versuchen das relativ ausgeglichen zu machen. Mein Gefühl von den Inhalten der Fortbildung sagt mir, dass Mehrgewicht auf den Materialien liegt, dass dazu etwas mehr vermittelt wird als zur Maschinentechnik. Wir adressieren auch Aspekte, wie sind denn nun neuartige Packstoffe auf denselben Maschinen dann auch gängig, wie ist es mit der Siegelfähigkeit, mit der Bedruckbarkeit usw. Aber ich würde sagen, dass etwas mehr Gewicht auf den Materialien liegt, allerdings immer vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit einfach.

Wir sehen ja auch in der Praxis, dass oft die Materialfragen viel, viel betonter werden, auch bei unseren Fragerunden bei den Veranstaltungen, als Maschinenfragen. Maschinenfragen kann man doch relativ klar. Man sieht, was passiert, wenn ich jetzt mehr Temperatur gebe oder nicht. Aber beim Material weiß man eben oft nicht, was passiert, wenn ich statt einem Aluminiumoxid einen Siliziumoxid bei ihrem Material einsetze.

Online-Tests nach jedem Modul

Und das besprecht ihr da also auch. Genau, das muss man dann immer testen an der Stelle. An einer solchen Fortbildung liegt ja wahrscheinlich auch eine Prüfung. Gibt es irgendwie ein Zertifikat?

Was hat man davon? Genau, wir haben uns das so überlegt, dass es nach jedem Modul so einen kleinen Online-Test in Form von Einsendaufgabe gibt. Da geht es auch gar nicht ums Benoten. Man muss den einfach bestehen.

Und wir wollen damit auch einfach das Erlernte zu wiederholen erleichtern, und dass man drinnen bleibt in der Thematik, sich da nochmal ein bisschen durcharbeitet. Und ganz am Ende der Fortbildung gibt es dann eine mündliche Überprüfung. Da wird an einem Fallbeispiel so eine Verpackungsoptimierung dann mal durchgespielt, um einfach zu zeigen, dass das Erlerntewissen angewendet und auch kombiniert werden kann, um sich dann auch wirklich Packmittel-Experte oder Packmittel-Expertin nennen zu können. Ist es dann so, dass man auch mit einem eigenen Beispiel so eine Prüfung machen kann?

Kann man also sein eigenes erlerntes Wissen mit einem eigenen Produkt vielleicht sogar schon vertiefen und das dann in einer Prüfung abfragen lassen? Oder sind das Dinge, die ihr vorgebt und sagt, pass mal auf, das sind hier unsere vier verschiedenen Packmittel? Geht mal damit los. Für die mündliche Prüfung würden wir die Fallbeispiele tatsächlich selbst vorgeben.

Aber es gibt ja im Modul Case Studies die Möglichkeit, auch eigene Fallbeispiele mitzubringen. Dadurch kann man sich natürlich auch sehr gut auf diese mündliche Prüfung vorbereiten, weil das Prinzip, das dort durchgesprochen wird, dasselbe ist. Und wenn man dann in den Case Studies einfach so ein eigenes Fallbeispiel mitbringt, dann bringt es natürlich auch auf jeden Fall einen Mehrwert für alle Teilnehmenden, wenn man hier ganz konkrete Praxisbeispiele hat. Für die Zukunftsperspektive: Warum sollte ich das machen, wenn ich jetzt 28 wäre und nicht 58?

Warum sollte ich jetzt bei euch mich anmelden und wann geht es überhaupt los? Also aus Interesse kann man das natürlich in jedem Alter machen und wenn man sich vielleicht einfach noch ein paar Jahre jetzt da noch was dazu verdienen möchte oder gerne da aktiv für so ein Unternehmen unterstützt, dann würde ich da jetzt gar nicht eine gewisse Altersgrenze setzen. Aber natürlich gerade als junger Mensch hat man dann einfach die Möglichkeit, die Verpackungsindustrie mitzugestalten, zu einer nachhaltigeren Verpackungsindustrie vor allem mitzugestalten. Und die nächste Durchführung startet am 29.

September diesen Jahres. Und wir freuen uns auf alle, die sich für das Thema nachhaltigere Verpackungen interessieren und einfach die Verpackungsindustrie nachhaltiger gemeinsam gestalten möchten. Sind das eher Privatpersonen, die jetzt quasi sich anmelden, oder sind das eher Firmen, Personalabteilung, die dann ihre Mitarbeiter anmelden? Wie erwartet ihr das?

Ich glaube, das ist ganz unterschiedlich. Wer da selbst so einen intrinsischen Antrieb hat und sagt, ich möchte jetzt Packmittel-Experte werden und mich damit beispielsweise auch selbstständig machen. Solche Personen können natürlich als Privatperson teilnehmen. Aber ich vermute, dass der größere Teil Personen sein werden, die sozusagen über das Unternehmen oder vom Unternehmen aus teilnehmen, weil sie im Unternehmen selbst einfach ihre Verpackungen optimieren möchten.

Selbstständigkeit und Karrierechancen danach

Ob sich dann danach eine selbstständige Tätigkeit daraus ergibt, das bleibt natürlich offen. Aber das kann ganz bunt gemischt sein, wie ich davon ausgehe. Es gibt ja auch ganz viele Start-ups im Bereich Lebensmittel, aber auch Beauty und so weiter. Die haben ja auch alle immer ein Verpackungsproblem.

Wenn da jetzt so jemand wäre, der zum Beispiel eine neue Creme entwickelt hat, die biologisch abbaubar und verträglich und was weiß ich ist, und der möchte jetzt eine plastikfreie Verpackung, aber mit einer langen Haltbarkeit. Ist das jemand, der sich bei euch anmelden sollte oder ist das eher ein Thema, wo er sagt, nee, das ist eigentlich nicht das, was man bei uns lernt? Für diesen konkreten Anwendungsfall könnte man dann natürlich in den Case Studies behandeln und die Fortbildung hilft an der Stelle auf jeden Fall, das Grundthema Verpackungen zu verstehen und sich auch zu überlegen, okay, was wäre denn für mein Produkt eine nachhaltige Verpackung? Vielleicht ist die kunststofffreie Verpackung an der Stelle gar nicht das wirklich Geeignete.

Und um diese Umstellung oder Optimierung dann auch durchführen zu können, muss man das Grundverständnis ja zunächst mal haben. Daher kann ich es für solche Personen auf jeden Fall empfehlen, um dann mit diesem Wissen dieses konkrete Problem oder diese Anforderungen angehen zu können. Fällt mir spontan ein ganz lustiges Beispiel ein. Wir haben für Koro einen Podcast aufgenommen.

Koro ist ja so ein Online-Drogeriemarkt und deren Nachhaltigkeitsbeitrag war, dass die einfach immer eine ganz leichte, sprich Folienverpackung nehmen und immer eine besonders große, sodass man einfach nicht so viele Verpackungen hat. Und damit haben die schon so einen wahnsinnigen Nachhaltigkeitsimpact gehabt, ohne plastikfrei, ohne alles. Die haben es ganz einfach gemacht und haben jetzt gesagt, okay, wir bringen unsere leeren Verpackungen, spezialisieren wir und bringen die jetzt nach Malaysia, wo irgendwelche Nüsse gepflückt werden und getrocknete Mango oder so abgepackt werden, aber dann in großen Behältern. So was würde man bei euch lernen?

Wie das funktioniert und ob das sinnvoll ist oder nicht? Man wird auf jeden Fall lernen, es zu beurteilen, ob das sinnvoll ist. Und es gibt ja auch nicht die nachhaltige Verpackung. Es ist immer so fallspezifisch.

Es ist vom Produkt abhängig von der Verkaufsumgebung. Wo wird das Produkt am Ende verkauft und vor allem die Verpackung entsorgt, ist für Beiglingfähigkeit immer der springende Punkt. Also da spielen einfach so viele Faktoren mit rein und man lernt bei uns diese Faktoren zu kennen, wie sie zu verstehen sind, wie sie anzuwenden sind, um dann zum einen einschätzen zu können: Ist das bestehende Verpackungskonzept schon nachhaltig?

Wie könnte es noch nachhaltiger sein? Und was macht es in der Umgebung, wo es sich befindet, und mit den Produkten, die es verpackt, dann zu einer nachhaltigeren Verpackung? Sie hatten gesprochen von sehr reduzierenden. Uns interessiert natürlich auch, wer spricht denn eigentlich in diesem Kurs und wer betreut das Ganze?

Ja, sehr gerne. Die meisten Module betreut tatsächlich der Institutsleiter des Sustainable Packaging Institute, Prof. Dr. Markus Schmid.

Seine ständige Stellvertretung, mal strenger, hält das Modul Grundlagen Nachhaltigkeit. Und auch der Laborleiter des SPI, Matthias Bucher, behandelt zum Beispiel die Module, die eher materialwissenschaftlich sind und in der Technik gehen. Ich persönlich halte das Modul Regulatorik, da ich mich in letzter Zeit sehr intensiv mit der PPWR befasst habe. Und wir freuen uns, unser Wissen an die Teilnehmenden weiterzugeben.

Am Verpackungsinstitut hatte ich auf der Website gesehen, läuft ja auch ein Projekt zur Bewertung der Nachhaltigkeit von verpackten Produkten letztendlich. Ich glaube, Sie sind auch involviert. Ist das etwas, was auch zum Teil sogar mit in diese Schulung einfließt, die ersten Erkenntnisse? Oder ist das noch zu weit weg?

Wir lassen auf jeden Fall Erkenntnisse aus unseren Forschungsprojekten in die Fortbildung einfließen. Also es wird immer der aktuelle Stand der Forschung auch vermittelt in der Fortbildung. Die Unterlagen werden natürlich auch laufend aktualisiert. Und da Sie das Projekt zur Entwicklung dieser Nachhaltigkeitsbewertungsmethode gerade ansprechen, genau das ist das Projekt, das ich auch bearbeite.

Und das Wissen daraus fließt in jedem Fall in die Fortbildung ein, weil was möchten wir mit diesem Projekt erreichen? Verpackungen werden oft einzelstehend betrachtet und so auch die Nachhaltigkeit bewertet. Aber die Nachhaltigkeit einer Verpackung kann nur in Verbindung mit dem Produkt betrachtet werden, weil im Produkt gerade bei Lebensmitteln ja viel, viel mehr Ressourcen stecken als in der Verpackung. Das heißt, einer der wichtigsten Nachhaltigkeitsaspekte von Verpackungen ist der Produktschutz.

Und der sollte in der Nachhaltigkeitsbewertung von Verpackungen dann einfach mitberücksichtigt werden. Da versuchen wir im Moment eben eine Methodik zu erarbeiten, wie das standardmäßig dann gemacht werden kann. Und das fließt auf jeden Fall in die Fortbildung mit ein. Das hört sich wirklich spannend, auch für mich an, weil gerade die PPWR da jetzt schön dazwischen kommt.

Als Gesetzgeber wird ja vorgegeben, wir sollen Minimalverpackungen machen, weniger Kopfraum und am liebsten biologisch abbaubare und aus biologischen Ressourcen. Das spricht ja manchmal gegen die Nachhaltigkeitsbewertung, wenn man das Füllgut mit einbezieht, weil oft solche Produkte in der Herstellung sehr viel mehr CO2 ausstoßen, mehr Ressourcen verbrauchen. Aber all diese Dinge sind ja in eurem Kurs, so habe ich es jetzt verstanden, integriert. Das heißt lokal abhängig, regional unterschiedlich, vom Füllgut abhängig und dann noch von der Gesetzgebung abhängig.

Und all das versucht ihr jetzt quasi in diesen ja mehr oder weniger drei Monaten dann in einem kompakten Kurs eigentlich den Teilnehmern beizubringen. Eine ganz innovative Geschichte. Wer sollte jetzt was tun, damit es losgehen kann? Personen, die jetzt gedacht haben, wow, dieses Wissen brauche ich auf jeden Fall.

Wir haben hier konkrete Fragestellungen, die wir dann mit den Inhalten der Fortbildung beantworten können. Die sollen sich einfach anmelden, bei Fragen mit uns ins Gespräch kommen und wir freuen uns, wenn wir die Verpackungsindustrie an der Stelle einfach unterstützen können und dazu beitragen, dass nachhaltigere Verpackungskonzepte, die auch der Gesetzgebung entsprechen, dann einfach gestartet werden können. Und wie innovativ ihr seid, merkt man an diesem Podcast. Sie haben sofort zugesagt, als die Idee aufkam, wir nehmen Podcasts auf.

Podcast-Format für persönliche Authentizität

Warum? Mir gefällt das Format Podcast einfach auch persönlich. Ich höre selbst auch viele Podcasts. Ich finde, es ist eine authentische Möglichkeit, Inhalte rüberzubringen.

Und ich glaube, man merkt auch dann an der Stelle einfach, wie sehr ich und auch die anderen Dozierenden in der Fortbildung für dieses Thema brennen. Und das habe ich gehofft, mit dem Podcast rüberbringen zu können. Sehr schön. Danach kann nichts mehr kommen.

Vielen Dank, Alina Kleiner. Dankeschön und schönen Tag noch. Und das war es schon wieder für heute. Ich hoffe, es war etwas Interessantes für Sie dabei.

Und wenn auch Sie einmal Teil dieser Initiative für mehr Flexpack-Wissen werden möchten, melden Sie sich gerne bei mir unter ks@innoform.eu und nicht vergessen, diesen Podcast zu abonnieren, wo immer Sie Podcasts hören. Tschüss, bis zum nächsten Mal. Ihr Karsten Schröder.