Bernhard Niemela, General Manager & Chefredakteur bei der Deutscher Drucker Verlagsgesellschaft, präsentierte in seinem beeindruckenden Eröffnungsvortrag auf dem diesjährigen Innoform-Event die wegweisenden Trends der Labelexpo Europe 2023. Mithilfe von Produktbeispielen beleuchtete er sowohl grundlegende als auch disruptive Veränderungen in der Etikettendruckindustrie, die teilweise auch den Verpackungsdruck betreffen. Im Interview mit dem Geschäftsführer von Innoform, Karsten Schröder, wurden einige Höhepunkte des Vortrags vertieft.
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Ich spreche mit Bernhard Niemela von der Ebner Media Group. Bernhard, du hast heute den Auftaktvortrag gehalten beim neunten Expertentreffen Packungsdruck. Du hattest so ein Summary von der Label Expo. Was waren aus deiner Sicht so die Highlights?
Ja, die Highlights waren ganz klar in den verschiedenen Bereichen Software, Druck und in der Weiterverarbeitung, im Finishing. Und meine Highlights sind vor allem in Richtung Digitalisierung, dass die Digitalisierung vor allem dafür eingesetzt wird, dass die Verfügbarkeit von Maschinen deutlich sich verbessert hat. Stichwort vorausschauende Wartungsarbeiten, das ist für Druckunternehmen heute extrem wichtig. Und was auch ein wichtiger Punkt ist, was auch schön zu sehen war, auch kleinere Maschinen tatsächlich kommen wieder, weil nämlich die Regionalität unter dem Gesichtspunkt von kurzen Lieferwegen, Stichwort CO2-Ausstoß, wieder ein interessantes Pfund wird.
Und dann, was man natürlich auch sehen konnte, ist, dass die Digitaldrucksysteme deutlich performanter werden und jetzt tatsächlich auch wirklich in Leistungsklassen reinkommen, wo sie dann auch die analogen Maschinen durchaus ersetzen können. Wir haben ja hier zum Thema Digitaldenken. Dazu gehört auch der Digitaldruck, das hast du eben auch schon erwähnt. Das ist im Etikettenbereich schon ziemlich weit vorangeschritten.
Bei Flexpack ist es noch nicht so, hat es noch nicht so die Durchsetzungskraft gehabt, aber der Trend steigt. Ist das eben schon ein Beispiel gewesen, Digitaldenken, wenn du sagst vorausschauendes Wartungskonzept entwickeln über Software und so weiter? Ja, das ist ein Modul, eigentlich nur ein kleines Modul, aber natürlich mit einer extremen Wirkung für die Druckereien. Das ist eine große Frage, wie viel Prozent tatsächlich die Maschine verfügbar ist.
Aber das Hauptthema sind natürlich Optimierungen der verschiedenen Prozessschritte. Und zwar das geht los bei der Annahme der Daten, bei der Kommunikation mit dem Kunden und geht letztlich hin bis zum Druckverfahren, bis zur Logistik, bis zur Auslieferung. Und da einen möglichst hoch automatisierten Workflow hinzubekommen, das ist das Ziel von jedem Unternehmen. Du hast die kleine Digitaldruckmaschine angedeutet, die hat mich auch überrascht, ist ja quasi fast für einen Kofferraum vom T5.
Was ist der Zielmarkt für solche Maschinen eigentlich? Der Zielmarkt aus Druckereirecht, der große Kunde, der nur fünf Kilometer entfernt ist, den schnell zu beliefern in einer Flexibilität, in einer Geschwindigkeit, wie das ein Drucker, der 400 Kilometer entfernt ist und bei schneebedeckter Autobahn die Sachen anliefern muss, nie schaffen kann. Und für diese Druckereien sind natürlich die kleineren Systeme durchaus eine Option. Du hast die Gallus One vorgestellt als Messemagnet.
Was macht die Maschine so besonders? Also die Maschine ist erstens mal ziemlich performant, hat natürlich einige Leistungswerte, die schon klasse sind. Aber ich habe es vor allem auch deswegen erwähnt, weil man bei dieser Maschine auch sehr gut sehen kann, dass das Selbstverständnis der Maschinenbauer sich gewandelt hat. Die stellen nicht nur Heavy Metal hin, sondern bei dieser Maschine ist es gerade zum Beispiel auch wichtig, wieder Stichwort Verfügbarkeit, dass die Maschine aufgrund von cloudbasierten Softwarelösungen verfügbarer wird und dadurch letztlich Kosten spart und dem Kunden deutlich Mehrwert bietet.
Bernhard Niemela, live aus Osnabrück. Herzlichen Dank. Danke.

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