Bettina Dempewolf wechselt zu PlasticsEurope Deutschland.
Das verrät sie im Interview. Wir erfahren, wie das SKZ die Weiterbildung für Kunststofffachleute organisiert, was es mit dem Netzwerkgedanken am SKZ auf sich hat und welche Standorte es gibt. Seminare, Tagungen und praxisorientierte Kurse bilden den Kern der Weiterbildung am SKZ.
Die Pandemie war Anlass, diesen Bereich neu zu erfinden und auch Online-Formate anzubieten.
Nun wechselt Bettina als Leiterin der Kommunikation zu PlasticsEurope und bleibt so der Kunststoffbranche erhalten.
Viel Erfolg Bettina in ihrer neuen Rolle!
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Bettina Demperwolf ist bei mir. Wir sind zu Gast bei dir im SKZ, Bettina. Wir kennen uns jetzt schon vor Corona. Du hast damals hier die Leitung übernommen fürs Konferenzwesen, Events und Netzwerk heißt das glaube ich bei euch offiziell.
Was macht ihr da genau? Also ich leite den Bereich Netzwerk und Events am SKZ. Wir sind hier verantwortlich für das gesamte Tagungsgeschäft, was wir am SKZ durchführen, genauso wie eben für den Messeauftritt und auch für alles, was das Mitgliedernetzwerk angeht. Also wir haben 430 Mitgliedsunternehmen und die werden in unserem Bereich eben auch betreut und da werden Veranstaltungen organisiert und das ist so unser Bereich, was wir hier so machen.
Wir haben hier gerade die Barrierefolientagung abgeschlossen. Der Expertentreff, den wir auch schon einige Jahre gemeinsam mit dem SKZ anbieten. Was habt ihr sonst noch im Programm? Also wir bieten eigentlich Fachtagungen für jede Nische in der Kunststoffbranche an.
Also das geht über die Silikone, das ist eine ganz große Fachtagung oder eben Folie und Fahrzeug, die wir von Hansa akquiriert haben. Das ist eine große Exklusionstagung. Wir haben aber auch Materialthemen wie Polyamide oder Polypropylen im Automobilbau oder auch eine Trends in Fire Safety. Also im Prinzip jede Nische, die du in der Kunststoffbranche findest, dazu haben wir eine Fachtagung bei uns seit langen Jahren im Angebot.
Nun macht ihr nicht nur solche großen Veranstaltungen, ihr macht auch Meisterkurse und so etwas. Was hat es damit auf sich? Wir sind ja vom SKZ mit der größte Weiterbildungsanbieter im deutschsprachigen Kunststoffmarkt und da haben wir jährlich bis zu 10.000 Teilnehmer in unseren Kursen, Inhouse-Schulungen. Wir machen auch Inhouse-Seminare, Web-Online-Kurse und bringen den Leuten das Spritzgießen bei oder das Extrudieren, Messen und Prüfen, Digitalisierung.
Wir sind auch da eben in sämtlichen Verarbeitungsverfahren unterwegs, haben sechs eigene Weiterbildungsstandorte, wo man eben auch Maschinen von allen namenhaften Maschinenherstellern Deutschlands findet, weil eben auch diese Praxisorientierung ein ganz wichtiges Qualitätsmerkmal für unsere Weiterbildung ist. Im Namen steckt es ja schon drin, Süddeutsches Kunststoffzentrum, aber ihr seid nicht hier nur in Süddeutschland. Du sagtest sechs Standorte, wo sind die? Genau, die sind eigentlich überall außer im Westen verfügbar, in Peine, in Selb, in Horb, in Halle.
Überall haben wir diese Weiterbildungsstandorte, damit wir eben auch nah am Kunden sind. Eure Extrusionstagung zum Beispiel macht ihr ja nicht hier. Die habt ihr… Die Düseburg beispielsweise, das ist aber eben historisch bedingt, die haben wir eben auch von Hansa akquiriert und die hat schon immer dort stattgefunden.
Wir haben aber auch zum Beispiel eine große Brennstoffzellentagung in Kooperation mit dem ZBT, dem Zentrum für Brennstoffzellentechnik und die sitzen eben auch in Düseburg. Also wir sind da recht flexibel, wo unsere Tagungen stattfinden. Ich bin ja schon ziemlich lange hier mit dem SKZ verbandelt, schon bevor du hier zukamst. Seitdem du hier bist, hat sich das komplett gewandelt.
Pandemie-Folgen: Online-Formate und neue Locations
Die Pandemie, wie hat das auf euch gewirkt, was hat das bewirkt? Die Pandemie, die hat natürlich dazu geführt, dass wir uns komplett neu erfinden mussten. Uns hat das eigentlich ganz gut getan. Wir waren ziemlich eingefahren am SKZ und so haben sich alle Rahmenbedingungen ja komplett geändert.
Die Festung ist als Tagesort auch weggefallen. Also wir mussten uns neue Locations suchen. Wir haben neue Online-Formate entwickelt. Und wir haben jetzt also wirklich unser gesamtes Konzept nochmal neu erfunden und sind eigentlich ganz gut aus der Krise rausgekommen.
Dadurch hat uns eigentlich in Schub gegeben. Ja, ich habe selber auch ja schon mal bei euch im Podcast gesprochen. Tolle Erfahrung. Du gehst jetzt zu anderen Ufern.
Du hast dich für eine andere Stelle entschieden. Was hat es damit auf sich? Ja, ich bleibe ja auf jeden Fall der Branche erhalten. Die Kunststoffbranche ist ja aus meiner Sicht auch die sympathischste Branche, die man sich überhaupt vorstellen kann.
Nur nette Leute getroffen in den letzten vier Jahren. Ich gehe zu Plastics Europe. Ich werde dort die Leitung der Kommunikation übernehmen. Und wir haben da ja auch einen sehr wichtigen Auftrag, weil ich sage mal, das Image unserer Branche ist ja nicht das Beste, insbesondere auch in der Gesellschaft, vielleicht auch ein bisschen in der Politik.
Und da gilt es wirklich auch, für die Branche zu kämpfen und eine laute Stimme in die Gesellschaft zu sein, in die Leitmedien vorzudringen und eben wirklich auch das Gute an unserer Branche zu kommunizieren, weil wir eben auch die Lösung für viele Probleme unserer Zeit haben. Es gibt ja keine Welt ohne Kunststoffe. Die sind in allem drin. Hochleistungskunststoffe, Infrastrukturprojekte, Transport.
Nichts geht ohne Kunststoffe. Ich bin ganz sicher, Plastic Europe hat die richtige Frau im richtigen Ort. Ich wünsche dir viel Kraft, viele tolle Ideen, so wie du es hier auch bewiesen hast. Viel Glück dabei.
Ich danke dir und vielen Dank für die gute Kooperation in den letzten Jahren. Sehr gerne.

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