Die 8. Europäische „Standbeutel-Konferenz“ zeigte am 6. und 7. November in Wien eindrucksvoll, wie nachhaltig, praktisch und kostengünstig Standbodenbeutel als Verpackungsform sind. Mit exzellenten Barriere Eigenschaften, reduzierten Verpackungsmaterialien und smartem Design gelingt es ihnen, neue verbraucherfreundliche Verpackungslösungen hervorzubringen.

Dieter Finna
Der Wachstumsprozess bei Standbodenbeuteln hält unvermindert an. Warum das so ist und wie sich der Markt weiter entwickelt zeigten die Referenten in den Fachvorträgen aus unterschiedlichen Perspektiven eindrucksvoll auf. Im Rahmen der Innoform Veranstaltungsreihe organisierte und moderierte Karsten Schröder die Konferenz, die bereits zum achten Mal Experten aus Industrie, Forschung und Markenunternehmen vereinte.

Die „BUILDR“-Plattform von Sealed Air unterstützt Nutzer in der frühen Phase der Verpackungsentwicklung. (Quelle: Sealed Air Corporation)
In seinem Vortrag „Supercharge Your Packaging“ stellte Dani Tulchinski von Sealed Air Corporation die BUILDR by Sealed Air Plattform vor. BUILDR hilft Marken, ihre Verpackungsprodukte erfolgreich auf den Markt zu platzieren und das Risiko ihrer Verpackungsinvestitionen mit datengesteuerten Innovationen und nachhaltigen flexiblen Beutel- und Rollenverpackungslösungen zu minimieren.
Mit einem kunden- und serviceorientierten Ansatz unterstützt BUILDR seine Kunden bei der Materialauswahl, der Format- und Größenoptimierung, dem Design, dem Messaging und der Elastizität der Produktpreise. Darüber hinaus können Marken zwischen Rapid Prototyping (digital und/oder physisch) wählen, um innerhalb von Stunden, digital Kundenfeedback zu ihrer auf branchenspezifische Bedürfnisse zugeschnittenen Verpackung einzuholen.

Vorteile des Digitaldrucks bei Standbodenbeuteln (Quelle: HP-Indigo)
Josep Isart von HP-Indigo führte in seinem Vortrag „Nachhaltigkeit als
Business Enabler“ die Gründe auf, warum Digitaldruck in dem rapide wachsenden Markt Stand-up Pouches Vorteile mit sich bringt. Basierend auf den bekannten Vorzügen des Digitaldrucks wie Kleinauflagen mit kurzen Lieferzeiten liegt ein Haupttrend für den Wechsel von starren zu flexiblen Verpackungen auch in der Nachhaltigkeit durch Wiederbefüllung. Marken profitieren beim Wechsel auf flexible Verpackungen wie Pouches von geringeren Produktionskosten, verbesserter Logistik, oftmals vergrößerter Dekorationsfläche, höherer Sichtbarkeit im Regal und insgesamt verbesserter Nachhaltigkeit. Digitaldruck ermöglicht außerdem ganz neue Geschäftsmodelle, wie die Überleitung zum nächsten Vortrag zu den Labelisten zeigt.

Das standardisierte Produktprogramm der Labelisten aus PP Verbundfolie. (Quelle: Labelisten)
In ihrem Vortrag „Kleine Losgrößen – großer Vielfalt“ veranschaulichte Nina Beck von Labelisten, warum Großkunden zunehmend kleinere Bestellmengen benötigen. Während Lebenszyklus, Losgröße und Durchlaufzeit von Produkten immer kürzer werden, steigt die Nachfrage nach Personalisierung, limitierten Auflagen und Vielfalt an Designs – Trends, die die Produktionsprozesse komplexer machen. Die Labelisten begegnen dieser Herausforderung durch Materialstandardisierung und den Einsatz von Digitaldruck, in beiden Fällen, um eine hohe Designvielfalt bei Standbodenbeuteln zu ermöglichen. Zusammen mit einem einfachen, digitalisierten Bestellverfahren ermöglicht dies Just-in-Time-Lieferungen, teils innerhalb weniger Stunden.
Stefano Di Maiolo von der Wipf AG erläuterte in seinem Vortrag „Hochleistungs-Monomaterial-Beutel mit Ultraschallversiegelung“ die Vorteile der Ultraschallsiegeltechnologie, die die Anwendungsmöglichkeiten von recyclingfähigen Mono-PP- und Mono-PE-Beuteln deutlich erweitert. Da das Verfahren präzise und punktuell Energie einsetzt, können hitzeempfindliche Monomaterialien zuverlässig und unversehrt versiegelt werden. Dadurch entsteht ein breites Spektrum an Verpackungslösungen, von sterilisier- und pasteurisier baren Mono-PP-Beuteln mit hoher Sauerstoffbarriere bis zu Mono-PE- und Mono-PP-Standbeutel mit funktionalen Elementen wie Ausgießern. Vorgestellt wurde auch die Investition in eine Triplex Kaschieranlage auf Basis lösemittelfreier Klebstoffe, die erste ihrer Art. Sie führt zu einer deutlichen Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes bei der Wipf AG und unterstützt bei ihren Kunden die Erreichung von Klimazielen im Scope 3.

Recyclefähige Kaffeeverpackung aus PP Monomaterial – ohne Klebstoff und Kaschierung. (Quelle: Polifilm Extrusion GmbH)
Susanne Zobel-Reusch von Polifilm Extrusion GmbH stellte in ihrem Vortrag „Standbodenbeutel – Nachhaltigkeit gut positioniert mit PE- und PP-Monofolien“ innovative Monomaterial Lösungen vor. Für die bedruckbare Außenseite bieten MDO-PE Folien einen vollwertigen PET-Ersatz, optional mit EVOH-Sauerstoffbarriere, bereits als ultradünne Folie in 18 µm. Zudem gibt es PP-basierte, bedruckbare und früh siegelnde Folien, die sterilisierbar sind und einen geringen Schrumpf aufweisen. Als All-in-One-Lösung für Standbodenbeutel bietet Polifilm eine PP-Monomaterialfolie mit EVOH-Barriere und niedriger Siegeltemperatur an, die ohne Kaschierung auskommt. Sie hat sich bereits für Kaffeeverpackungen bewährt und lässt sich in ihren Eigenschaften flexibel auf spezifische Anforderungen anpassen.
Der Gemeinschaftsvortrag von Lutz Neugebauer (Südpack Verpackungen) und Thomas Fuest (SN-Maschinenbau) thematisierte einen „Paradigmenwechsel für Abfüller von Spoutbeuteln“ durch die Option der Inhouse-Produktion. Vorgestellt wurde ein schlüsselfertiges Konzept aus drei Komponenten, das Beutelmaschine, Folie und Spout (Menshen) umfasst. Sie bringt Poduktionssicherheit und spart Zeit. Durch Insourcing wird die Wertschöpfungskette optimiert sowie die Time-to-Market verkürzt. Die neuen recyclingfähigen, laminierten Mono-PP-Beutel reduzieren das Verpackungsgewicht um 7,2 % im Vergleich zu PET/Alu/PET/PE-Verbunden und senken die CO₂e-Emissionen um 58 %. Die Recyclingfähigkeit der Monomaterial-Beutel ist nach cyclos-HTP mit 96 % angegeben. Die Kosten- Einsparungspotentials des Komponentensystems liegt im 2-stelligen %-Bereich im Vergleich zu vorgefertigten Spoutbeuteln.

Ultraschallsiegeln reduziert die Anzahl offener Beutel im Handel deutlich und minimiert damit den Verlust an Inhalt. (Quelle: Herrmann Ultraschall)
Michael Baumann von Herrmann Ultraschalltechnik stellte in seinem Vortrag „SUP’s & PPWR – Wertbeständig mit Ultraschallversiegelung“ die Vorteile des Ultraschallsiegelns gegenüber dem Heißsiegeln vor. Ultraschallsiegeln beeinflusst das Füllgut nicht thermisch und gewährleistet dank einer inline Siegel-Qualitätskontrolle deutlich weniger offene Verpackungen im Handel. Ein wesentlicher Vorteil liegt auch im geringeren Materialverbrauch, da die Siegelnähte schmaler sind, sowie im geringeren Energieaufwand des gepulsten Verfahrens im Vergleich zu dauerbeheizten Siegelbacken. Dadurch sinken die Energiekosten laut Herrmann Ultraschall um bis zu 75 %, was die CO₂-Emissionen erheblich reduziert.
In seinem Vortrag „Fortschritte bei der Verbesserung der mechanischen Widerstandsfähigkeit von Monomaterial-PE-Beuteln mit Ausgießern“ erläuterte Pierre-Emmanuel Grandjean von Bernhardt-Deltasacs die zentralen Parameter zur Steigerung der mechanischen Widerstandsfähigkeit von Beuteln. Neue Folienstrukturen, die verschiedene Polyethylen-Schichten kombinieren, verbessern die Stabilität der Beutel. Das zum Patent angemeldete «Bernhardt Progressive Sealing» System mit speziell angepassten Siegelwerkzeugen sorgen für höhere Siegelhomogenität und Festigkeit. Zudem wurde für 2-Liter-Doypacks eine optimierte Bodenform entwickelt, die eine hohe Stoßfestigkeit und Stabilität gewährleistet.
Ronny Kunze von der Sihl GmbH präsentierte in seinem Vortrag “Die Schönheit von individuell bedruckten Standbeuteln“ mit „adelmo“ eine innovative B2B-Online-Plattform, die den Erstellungs-, Anpassungs- und Bestellprozess von digital bedruckten Standbodenbeuteln vereinfacht. Über Adelmo können Kunden mit Hilfe eines 3D-Konfigurators, der eine Vorschau der Entwürfe in Echtzeit zeigt, das Design ihrer Beutel entwerfen. Die Plattform deckt die Nachfrage nach vorgefertigten, bedruckten Beuteln mit einer Lieferzeit von wenigen Tagen in Losgrößen von 1 – 50.000 Stück ab, was ideal für Produkte ist, die eine schnelle Markteinführung, limitierte Auflagen oder personalisierte Verpackungen erfordern. Damit zeigte er neue Geschäftsmöglichkeiten der lokalen adelmo Druckpartner und deren Kunden in einem wachsenden Umfeld auf.

Marktentwicklung Standbodenbeutel von 1996 bis 2023 in Europa. (Quelle: Schönwald Consulting)
Jörg D. Schönwald von SCHÖNWALD CONSULTING ging in seinem Vortrag „Standbodenbeutel auf dem Weg in die Zukunft“ auf die beeindruckende Marktentwicklung von Standbodenbeuteln in Europa ein, deren Verbrauch sich von 1996 bis 2023 auf 59 Milliarden Einheiten mehr als verzwanzigfacht hat. Er analysierte die Marktentwicklung in den Segmenten Lebensmittel, Tiernahrung, Getränke und Non-Food, zunehmend mit Ausgießöffnung und ging auf die eingesetzten Laminatmaterialien ein. Zukünftige Treiber für den Erfolg von Standbodenbeutel sieht er insbesondere in ihrer Nachhaltigkeit, Vielseitigkeit, Benutzerfreundlichkeit, Konsumentenakzeptanz, kosteneffizienten Vorteilen, differenzierten Vermarktungsmöglichkeiten und Fortschritten in der Produktion. Verblüffend für Experten ermittelte er über 50% der flexiblen Verpackungen für Lebensmittel bereits heute als Monomaterial basiert. Nun müssten diese „nur“ noch recycelt werden.

Stoffliches Recycling aus dem Gelben Sack findet überwiegend bei rPET und rHDPE für Flaschen und Tuben statt. (Quelle: dm-Drogeriemarkt)
In ihrem Vortrag „Pouches im Drogeriewarenbereich“ ging Dagmar Glatz von dm-drogerie auf die Marktsituation ein, wo Beutel überzeugen und wo sie vor Herausforderungen stehen. Obwohl dm fast alle Beutel auf Monomaterialien umgestellt und den Einsatz von Rezyklat gefördert hat, fehlt es noch an einer umfassend recyclingfähigen Lösung. Ein Hindernis sind Druckfarben und Klebstoffe, die die Rezyklat-Qualität beeinträchtigen. Zudem ist Rezyklat teurer als subventioniertes Virgin-Material. Während der Einsatz von rPET und rHDPE bei Flaschen und Tuben zunimmt, ist rLDPE aus dem Gelben Sack für Folien kaum einsetzbar und rPP-Recycling in diesem Bereich praktisch inexistent. Glatz betonte, dass technologische Offenheit entscheidend sei, um langfristig die ökologisch beste Lösung für das Lebensende von Verpackungen und ihre stoffliche Wiederverwendung zu finden. Dennoch sieht sie den Beutel als Minimalverpackung, was eine Kernforderung auch in der PPWR im Raum steht.
Im Gemeinschaftsvortrag „Nachhaltig, effizient, erfolgreich: Warum wir unsere Clean Label Produkte im Standbodenbeutel verpacken“ betonten Madeline-Marie Fritsche und Mirko Sattler von Bempflinger Lebensmittel GmbH die Umweltfreundlichkeit des Standbodenbeutels als Alternative zu Dose und Glas. Die Vorteile in Produktion und Logistik umfassen Platzersparnis, kurze Rüstzeiten und ein geringeres Verpackungsgewicht. Die Flexibilität zeigt sich in individueller Gestaltung und den Formaten, während die Benutzerfreundlichkeit durch Unzerbrechlichkeit, geringes Gewicht und einfache Entsorgung überzeugt. Das Marktwachstum wird durch das steigende Interesse des Einzelhandels an Standbodenbeuteln für Eigenmakren gefördert, die mit geringem Gewicht, CO₂-Reduktion und Kosteneffizienz punkten.

Cradle-to-Cradle und Design4Recycling fördern die Verwendung sauberer Materialzusammensetzungen. (Quelle: EPEA Switzerland)
Albin Kälin von epeaswitzerland verdeutlichte in seinem Vortrag „Beutel mit Cradle-to-Cradle-Zertifikat“ die Rolle des Unternehmens als „Wissenstreuhändler“, was die Beschaffung von vertraulichen Materialdaten und deren ökologischen Auswirkungen nach A, B, C, X Kategorien angeht. Eine weitere Rolle von epeaswitzerland liegt in der des „Innovations Treuhändlers“, in der es Unternehmen aktiv in der Vernetzung und Entwicklung von Kreislaufstrategien unterstützt und Audits zur Materialgesundheit, Prozessgestaltung und Kreislauffähigkeit von Verpackungen durchführt. Die Anwendung der Prinzipien Cradle-to-Cradle und Design4Recycling fördern dabei die Verwendung sauberer Materialzusammensetzungen, ablösbarer Release-Beschichtungen und waschbarer Druckfarben. Gezeigt wurde dies am Beispiel der „Frosch Waschmittel Aloe Vera“-Verpackung gezeigt, die Cradle-to-Cradle Certified® Gold zertifiziert ist. Als Voraussetzung für C2C nannte er die s.g. Materialgesundheit. Sie beschreibt, wie gut ein material im Kreislauf geführt werden kann und wie die Umwelt dadurch beeinträchtigt wird.
Lea Middendorf von Pöppelmann FAMAC® präsentierte in ihrem Vortrag „Nachhaltigkeit und Technologie vereint – Ausgießer für Standbeutel“ ressourcenschonende Innovationen im Bereich der Spouts, die ein wesentlicher Bestandteil von Beutelverpackungen sind. Für das thermische Verschweißen und Ultraschallschweißen bietet Pöppelmann Spouts mit patentierter Wellenstruktur an, die die Folie schont. Mit den low-sealing-Materialien lassen sich recyclingfähige Mono-Material-Beutel realisieren – auch mit Schraubverschlüssen aus PE. Für Non-Food-Anwendungen setzt Pöppelmann auf Spouts und Kappen aus Post-Consumer-Rezyklaten und unterstreicht damit das Engagement für mehr Ressourcenschonung und Klimaschutz.
In seinem Vortrag „Neue Ansätze für den Standbodenbeutelmarkt: Die integrierten Verpackungslösungen von Sun Chemical“ stellte Pierangelo Brambilla das Ultra Low Monomer (ULM)-Produktportfolio von Sun Chemical vor. Diese firmeneigene Technologie konzentriert sich auf die Entwicklung von Klebstoffen und Beschichtungen mit extrem niedrigem Restmonomergehalt, was bedeutende Vorteile in Bezug auf die Sicherheit für Betreiber und Verbraucher bietet und ebenso für recyclingfähige Monomaterialverpackungen geeignet ist. Durch die deutliche Reduzierung der Monomer-Migration aus Verpackungsmaterialien in die Produkte verbessert die ULM-Technologie die Lebensmittelsicherheit sowie die Materialgesundheit und erfüllt strenge Vorschriften. Gleichzeitig unterstützt sie den Übergang zu Monomaterialverpackungen wie PE- und PP-basierten Lösungen durch die Integration von Gasbarriere-Eigenschaften im Klebstoff, wodurch sie besser für Kreislaufwirtschaftsinitiativen geeignet sind.
Karsten Schröder schloss die Fachtagung mit einer prägnanten Zusammenfassung der Vorträge. Recyclingfähige Monomaterialien bilden die Voraussetzung für nachhaltigere Lösungen bei Standbodenbeuteln, technologische Fortschritte in den Barriere Eigenschaften vergrößern ihr Einsatzspektrum. Drucktechniken wie der Digitaldruck auf vorgefertigte Beutel ermöglichen die Auflagehöhe ab 1 Stück. Immer mehr Premium-Produkte nutzen Standbodenbeutel, um Lebensmittel, Tiernahrung, Getränke und Kosmetik optisch ansprechend und praktisch zu verpacken. Der wachsende Online-Handel erhöht die Beliebtheit der leichten und robusten Verpackungsform. Mit geringem Platzbedarf und geringem Transportvolumen sind sie für den Versand gut geeignet und bieten Verbrauchern eine hohe Funktionalität und einfache Handhabung. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für die 9. Europäische Standbeutel-Konferenz in 2 Jahren.
Weitere Informationen und Zugang zu den Vortrags-Mitschnitten gibt es unter: innoform-coaching.de/tagung/8th-european-stand-up-pouch-conference-easy-to-use-2024
Und hier geht es zum Live-Mitschnitt der Zusammenfassung von Karsten Schröder
Transkript
Jetzt heißt es erstmal danke zu sagen und zwar danke zu sagen an diese tollen Referentinnen und Referenten. Ich gucke hier einfach mal in die Runde. Danke, dass ihr alle diese Insights, diese Details mit uns hier als Gruppe, als Stakeholder der Standbodenbeutelindustrie geteilt habt. Das ist wirklich ein Applaus wert. Tolle Arbeit, tolle Referate. Und ich möchte natürlich auch danke sagen an das Team da hinten. Auch wenn der Ton wie gesagt hier – entschuldige mich das letzte Mal jetzt auch dafür – nicht gut war.
Insgesamt hat alles geklappt. Haben auch die Zuschaltung hingekriegt. Das ist wirklich technisch anspruchsvoll und ich glaube auch das ist eine Bereicherung, Referenten dabei zu haben, die einfach aus terminlichen Gründen nicht kommen können und trotzdem aber einen Beitrag haben, der hörenswert und sehenswert ist. Das wollen wir auch weiter forcieren. Also danke da hinten an meinen Sohn Jan und Daniel und natürlich meine Frau Kerstin und auch Wilma und Eva im Backoffice und alle, die mitgeholfen haben, Hotel und so weiter.
Toller Job. Und ein Dank auch, und das ist ein bisschen ungewöhnlich, noch für uns an die Supporter. Andere sagen Sponsoren, wir sagen Supporter, denn die helfen uns allen, hier voranzukommen. Mit Geld, aber vor allem mit Engagement. Südpark und Pöppelmann, HP haben wir da hinten und natürlich auch Hermann Ultraschall, die hier vor Ort waren und die habt ihr gestern gesehen auf dem Chart, die zum anderen auch ja den Inno-Talk supporten, dazu aber später noch ganz kurz mehr.
Und der größte Dank gilt euch als Teilnehmern, auch den Livestream-Teilnehmern. Danke, dass ihr da seid. Und jetzt fange ich an mit meinem Finale. So, wo ist der Knopf? Für die Leute, die das nicht kennen, ich mache immer während der Vorträge schwer. Kriege ich nie richtig hin, ich mache es trotzdem. Dieses Mal habe ich mir sogar vorgenommen, es geht nicht weiter, doch jetzt.
Es in LinkedIn live zu streamen, das heißt auch die, die nicht hier sind, sollen zumindest das Finale hören und da vielleicht auch motiviert sein, nächstes Mal die Hand zu heben, um einen Vortrag zu halten oder vielleicht auch wieder dabei zu sein. Also jetzt live in LinkedIn. Herzlich willkommen, LinkedIn Community. Wir tragen vor und danke für die vielen Fragen, Dani. Du warst das erste Mal hier, eure Firma war das erste Mal bei uns und ich glaube nicht das letzte Mal.
Du hast uns mitgenommen in deine digitale Welt, deinen digitalen Shop, in die Gestaltung von Druckbildern online. Es war einfach wunderbar. Danke dir dafür. Wir sind dann weitergegangen zu HP. Josep, herzlichen Dank für diesen wunderbaren Beitrag. HP begreift seinen Beitrag zu einem Business Model in einer nachhaltigen Welt. Wir haben ein kleines Interview vorhin aufgenommen. Das Schöne ist, du hast auch noch Spaß dabei. Es ist einfach wunderbar. Ganz ganz lieben Dank. Komm bald wieder und danke für den Support.
Ja wir sind weitergegangen mit einem Referentenwechsel und ich muss sagen, es war ja besser als gedacht. Es war einfach wunderbar. Es war perfekt. Nina, du solltest dich permanent als Referentin melden. Nikola den lassen wir einfach weg. Der ist ja jetzt sowieso Geschäftsführer der hat keine Zeit mehr, habe ich gerade gelernt. War ein wunderbarer Beitrag und euer Spirit, euer Speed und vor allen Dingen auch die Produkte, die dabei hinten rausfallen. 80.000 Druckbilder, war das so ungefähr die Zahl pro Jahr?
Es ist ja unfassbar. Es ist wirklich irre. Danke schön, dass du hier in die Bit gekommen bist und uns mitgenommen hast in die Welt der Labelisten. Ja und dann haben wir Stefano genießen dürfen. Wipf geht voran in Scope 3 mit LF-Triplex-Kaschierung zum Beispiel Scope 1 und Scope 2. Seid ihr schon gut unterwegs? Mittelstand ist Trumpf und das zeigt ja auch hier das Auditorium.
Nachhaltigkeit durch Mittelstand und Recyclingprozesse
Der größte Beitrag zur Nachhaltigkeit kommt natürlich insbesondere in Zentraleuropa vom Mittelstand und die Großen sind natürlich auch willkommen, wie die auch hier bei uns sind, aber Wipf ist wirklich ein Beispiel für Perfektion und Nachhaltigkeit, darf ich wirklich sagen. Danke, dass du uns mitgenommen hast und gezeigt hast, wie ihr da weiter vorangeht mit euren zahlreichen Kunden in der ganzen Welt. Dann sind wir eingestiegen in die orientierten Polyolefinfolien, Polyethylen, Polypropylen von Polyfilm.
Susanne hat uns gezeigt, wie der Rektprozess vom Prinzip funktioniert und was für tolle neue, dünne Produkte, also materialoptimierte Produkte hochglänzend oder matt entstehen können auf diesen faszinierenden Technologien. Die erste Anlage ist jetzt angefahren, wird abgenommen und die Produkte drücken jetzt in den Markt.
Andere sind ebenfalls mitgegangen und bieten ähnliche Dinge an. Ich glaube gerade diese monoaxial orientierte Technologie für die Polyolefinfolien bringt noch mal einen weiteren Schub auch für die Standbeutelindustrie, denn ohne eine orientierte Folie ist der Standbeutel einfach schwer herzustellen, weil er so elastisch ist und sich schlecht schweißen lässt. Wir haben Lösungen heute gehört. Dankeschön an Polyfilm, dass ihr auch hier nach Wien gekommen seid.
SN Maschinenbau und Südpark waren Vertreter für das Triumvirat, die jetzt ein Komplettsystem anbieten, um komplexe gespoutete Pouches, wir im Englischen, also Beutel mit Einschweißteilen produzieren wollen. Alles aus einer Hand mit Garantie. Das heißt, wer einsteigen will in die Produktion von Standbeuteln und vielleicht sogar ins Abfüllen, der ist da an der richtigen Adresse. Er kriegt eine Maschine, ein Material und eins baut mit Gelingarantie, wie bei Dr. Oetker. Einfach wunderbar.
Dankeschön, dass ihr da wart, ihr beiden. Und dann Hermann Ultraschall natürlich mit der Ultraschalltechnik, die aus dem Standbeutelbereich schon fast gar nicht mehr wegzudenken ist. Alle Capri-Sonnenbeutel werden mit Ultraschall verschlossen. Man kann durch Produkt schweißen. Natürlich muss man nachdenken, wo es sinnvoll ist, so eine etwas komplexere Schweißtechnologie einzusetzen.
Aber wir haben ja auch in der Vorführung gesehen, sie ist schnell, sie ist dicht, sie ist zuverlässig und vor allen Dingen ist auch noch trackable oder traceable. Man kann also sehen, mit welchen Parametern man in welchen Beutel geschweißt hat. Auch das ist in der heutigen Zeit ein wichtiges Argument, habe ich eben noch gestern im Interview selber gelernt. Dankeschön dafür. Und dann gestern, Pierre, danke für diese tiefen Insights in die Festigkeitsoptimierungsmöglichkeiten von großen Standbeuteln.
Zwei-Liter-, Fünf-Liter-Standbeutel. Man muss sich das mal vorstellen. Ich habe selber solche Beutel mal entwickelt. Wir haben gestern noch kurz darüber gesprochen. Es hat sich wahnsinnig viel entgetan. Man muss alles bedenken. Rohstoff, Maschine, Prozess. Die fünf M’s. Mensch, Maschine, Methode, Material, Mitwelt. Darum geht es immer. Und gerade auch bei der Optimierung vom Abwurf-Test, von Robustheit, von Standbeuteln. Ob es nun das Einschweißteil ist oder der gesamte Beutel im Drop-Test.
Ihr könnt die richtig robust produzieren. Ich bin begeistert und danke, dass du das alles mit uns geteilt hast. Dann das Drucken auf den fertigen Beutel. Wer hätte sich das für fünf Jahre überhaupt vorstellen können, dass wir so einen Vortrag hier mal bei der Pouch-Konferenz haben. Es erschien unmöglich. Stückzahl eins beim Standbeutel. Ich komme aus einer Ära vor 30 Jahren. Lieferzeit zwölf Wochen. Unbezahlbar. Entschuldige, Bischof + Klein, so war es damals. Ihr habt euch auch weiter entwickelt.
Prototypenentwicklung und Marktstudien mit Innofor
Aber Losgröße eins, um erst einmal Prototypen zu machen, um dann reinzugehen, Marktstudien zu machen, um dann nachher vielleicht in die Großserie zu kommen. Tolle Visionen und tolle Umsetzungen hier auch mit diesem Web-Shop. Dankeschön, Ronny, dass du das uns hier gezeigt hast. Ich bin erstaunt. Über 50 Prozent sind schon Monomaterialbeutel im Markt, sagt Jörg Schönwald mit seiner neuen Studie, die ja jetzt in Kürze erscheint.
Tolle Daten, die wir hier heute auch gratis quasi alles in diesem Rundum-Sorglospaket von Innoform mitgekriegt haben. 50 Prozent Monomaterial. Wir müssen es nur noch recyceln. Und da schließt sich der Vortrag von Dagmar Glatz an, die uns den Spiegel vorgehalten hat, gesagt, ja ich mache das alles toll, aber es wird nicht recycelt. What? Und da müssen wir glaube ich ein bisschen lobbyieren. Und wir haben in der Pause schon drüber gesprochen.
Eigentlich sollten wir uns regelmäßiger treffen, auch vielleicht in kleinen Arbeitsgruppen. Und wer die Lust hat mit zur Arbeit, möge sich bei mir melden. Wir wollen da mehr reinstecken, auch unser Gesicht wirklich nach außen zu kommunizieren, dass der Beutel wirklich das Minimalpackmittel für viele Verbrauchsgüter ist. Und nicht nur das Minimalpackmittel, sondern auch das Optimalpackmittel aus meiner Sicht. Dankeschön, Dagmar Glatz, dass Sie uns das mit uns geteilt haben.
Ja und dann aus der Praxis für die Praxis, die Lebensmittelproduzenten, die sich in den Beutel verliebt haben und den als einziges Packmittel eigentlich als Private-Label-Anbieter promoten für uns als Hersteller sozusagen, als Verpackungsindustrie. Also so einen Beitrag habe ich auch noch nicht gehört. Und wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt. Dankeschön für euch beiden.
Bempflinger ist jetzt ein Begriff in der Branche und steht für das Befüllen, Herstellen und in den Markt bringen von im Standbeutel verpackten Lebensmitteln. Dann Albin Kehling. Cradle to Cradle darf nicht fehlen. Es ist ein Konzept von vielen, aber es ist eigentlich das Konzept, was zu Ende gedacht ist. Und ein Ende gibt es ja nicht, weil es immer in die Runde geht. Aber dieses Konzept Cradle to Cradle ist glaube ich auch ein Modell für viele Standbeutelproduzenten und alle, die Standbeutel in den Verkehr bringen.
Danke, Albin, und danke vor allen Dingen auch für das Buch. Ich werde es mir jetzt bestellen und dann natürlich auch lesen vor unserem Podcast, den wir dann in 14 Tagen aufnehmen. Lea, es ist einfach interessant, wie schnell ihr doch jetzt den PCR-Spout oder den recycelten Pouch auch auf den Markt gebracht habt. Die Kappe ist sogar schon im Regal. Alles andere ist auf dem Weg. Wer probieren will, da hinten liegen Muster. Die ersten Versuche sind gemacht. Es sieht positiv aus.
Noch für Non-Food, aber demnächst auch mal für Food. Irre, wie es jetzt weitergeht. Also seit dem letzten Podcast vor einem Jahr haben wir jetzt schon wieder Produkte im Handel. Also es geht voran. Ja, dieser Vortrag da wollte ich einfach mal von der hohen Flughöhe mal ein bisschen ins Detail abtauchen, ins technische Detail. Für manchen war es vielleicht bisschen zu hardcore mit den ganzen Fachausdrücken VOC und Low Migration und so weiter.
Aber das ist das, wo wir uns ja auch in Oldenburg im Labor immer wieder mit beschäftigen. Wie gut sind denn jetzt wirklich die Verpackungen? Aber ein Thema war glaube ich bei dieser Konferenz. Wir müssen auch fünfe gerade sein lassen. Insbesondere beim Vortrag der Labelisten kam das raus. Man muss auch einfach mal was machen und nicht immer nur alles kaputt reden.
Sun Chemical Druckfarben und InnoTalk Format
Und ich glaube, Sun Chemical habe ich heute gelernt, hat jetzt wirklich über den Klebstoff, Druckfarbe mit Wasser basiert oder mit Lösemittel eigentlich alles verfügbar und unterstützt sogar mit Barrierebeschichtung noch die Monomaterialverpackung, insbesondere den Standbeutelmarkt bis hin zur Sterilisierfestigkeit. Also das ist wirklich toll. Dankeschön, Piro, dass du da warst. Jetzt noch eine kleine Einladung zu einem kostenlosen Event. Ich will auch was zurückgeben.
Der Inno-Talk ist kostenlos, sechsmal im Jahr, am Freitagnachmittag nur für Manager und die, die es werden wollen. Also Entscheider, sagen wir. Das ist das nächste Thema. Wir wechseln immer auch da die Sprache zwischen Deutsch und Englisch. Aber weil Interprefy so gut war, werde ich vielleicht das immer auch mit Interprefy demnächst mal machen. Auf jeden Fall mache ich einen Versuch. So bin ich wild entschlossen. Dankeschön für alle, den Inno-Talk mit Vorträgen unterstützen oder eben mit Geld für Teilnehmer.
Wie gesagt, es ist kostenlos. Sie bezahlen nur mit ihren Kontaktdaten. Ich möchte noch mal Reklame machen für unsere anderen Formate. Wir haben Blog, wir haben Podcast. Wir möchten so ein bisschen das Flexpack-Radio sein. Im Moment ist das nur in deutscher Sprache verfügbar. Aber die KI kann auch heute schon Podcasts übersetzen. Und irgendwann werde ich es auch noch mal mit dem Englischlehrer versuchen, damit ich das so ein bisschen verbessere. Ich kann Ihnen den Inhalt wirklich empfehlen.
Das ist jetzt mal eine Episode von Pöppelmann. Aber da erscheinen alle zwei Wochen etwa Episoden. All das, was wir hier besprochen haben, wurde mehr oder weniger auch schon in diesen Episoden durchgekaut. Vielleicht ist mal was für Sie dabei. Letzte Schleichwerbung für heute. Das Inno-Meeting steht vor der Tür. Und zwar das in Osnabrück in deutscher Sprache. Vielleicht mit Übersetzung auch. Auf jeden Fall das Programm steht. Wir haben das Konzept etwas angepasst an die Bedürfnisse der Teilnehmer.
Wir haben drei verschiedene Blöcke an Innovationen entlang der Lieferkette diesmal drin im Inno-Meeting. Kommen Sie vorbei nach Osnabrück ins Bierhaus Rampendal. Allein deswegen kommen die meisten. Aber die Vorträge sind auch nicht schlecht. Also in diesem Sinne würde ich mich freuen, wenn Sie mal dabei sind. Das war sie, achte europäische Standbeutelkonferenz. Die Innoform-Tassen sind für Sie. Alles andere lassen Sie hier. Guten Appetit. Bis zum nächsten Mal. Schön, dass Sie da sind. Es hat mir Spaß gemacht.
