Danilo Maugeri Im Gespräch mit Karsten Schröder.
Die webbasierte EPROMI Production Analytics Plattform von ISRA VISION ermöglicht es Ihnen, den Systemstatus aller Produktionslinien auf einen Blick zu überprüfen oder Produktionsdaten im Detail zu analysieren. Mit dem Qualitätsmanagementsystem analysieren Sie historische Daten, überwachen aktuelle Prüfdaten in Echtzeit und ermitteln zukünftige Trends in Ihrem Produktionsprozess. Die Ergebnisse bringen wichtige Erkenntnisse für die Optimierung der Produktion durch das frühzeitige Erkennen von Produktionsfehlern, verkürzen Ausfallzeiten und senken die Produktionskosten. Mehr Informationen: https://go.isravision.com/epromi-video-podcast
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Ich spreche mit Danilo Maugeri von Isra Vision. Danilo, du hast einen etwas anderen Vortrag heute gehalten. Wir kennen Isra Vision natürlich von Bahnbeobachtungen und was man alles so finden kann. Aber du hast einen ganz anderen Vortrag gehalten.
Was war deine Kernaussage? Ja gut, im Prinzip haben wir uns ein bisschen bewegt vom Datengenerieren. Das ist das, was im Prinzip ein Inspektionssystem tut, hinüber zum Datenmanagement. Wir erzeugen nun mal unfassbar viele Daten.
Nicht nur wir, sondern auch die Maschine selbst. Und mit EEPROM haben wir im Prinzip eine Brücke geschlagen und haben diese Daten zusammengefasst und bereiten sie letztendlich auf. Und zwar so, dass sie für den jeweiligen Adressaten dann eben auch einen Sinn ergeben. Ich habe gesehen, ihr nehmt natürlich nicht nur die Druckdaten auf, also das, was die Kameras sehen, sondern auch Maschinendaten.
Wie funktioniert das? Richtig, das ist mittlerweile mit den gängigen Schnittstellen, die es eben auf dem Markt gibt, definitiv möglich und auch eine sehr einfache Geschichte. Und diese Daten werden dann letztendlich von der Maschine abgegriffen und on top auch noch korreliert. Das heißt, wir erfahren nicht nur, was an der Maschine tatsächlich passiert, sondern wir können es mit den Daten, die wir generieren, auch noch abgleichen und daraus eben Rückschlüsse ziehen.
Das typische Beispiel ist immer, ihr habt einen Druckfehler auf einer Rolle und dann kann das am Lenkschneider aussortiert werden. Was darüber hinaus noch möglich ist? Da alles mögliche, zum Beispiel rückwirkend feststellen, ob zum Beispiel irgendwo in der Maschine Beschädigungen stattfinden oder irgendwelche Schäden an irgendwelchen Druckplatten zum Beispiel sichtbar werden oder solche Geschichten. Das sind ja meistens Dinge, die im Moment entweder passieren und gesehen werden, aber die manifestieren sich ja schon deutlich früher.
Und das kann ich tatsächlich durch die Korrelation der Daten auch schon frühzeitig feststellen und erkennen. Spannend ist ja immer, aufgrund von Daten zu entscheiden. Ich kann mich noch an eine Situation erinnern von vor 30 Jahren, da hatte unser Druckereimeister immer so ein Büchlein in der Tasche und der wusste immer genau, wie schnell jede Maschine laufen darf. Und dann habe ich ihn immer gefragt: Woher weißt du das denn?
Das ist Erfahrung. Ihr versucht das zu durchbrechen. Kann man auch zum Beispiel sagen, ich erhöhe jetzt einfach mal 20 Meter die Maschine, kann man das am Druckbild manchmal sehen? Richtig, absolut.
Das kann man am Druckbild sehen, das kann man aber auch an Trends sehen, die man über einen längeren Zeitraum hinweg fahren muss. Kann man dann eben auch feststellen: Hat sich dadurch was verändert? Haben diese 20% höhere Geschwindigkeit einen Effekt auf meine Produktion, auf meine Qualität, auf meine Quantität? Das kann ich dann in so einem Datenmanagementsystem tatsächlich auch feststellen.
Dashboard-Lösungen für Datenkomplexität
Ich habe so ein bisschen wahrgenommen, dass das gigantische Datenmengen sind. So ein Mensch sieht ja dann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Wie wertet ihr die aus? Wie geht das?
Das ist natürlich ein interessanter Punkt. Wir haben dafür gewisse Dashboards letztendlich kreiert und diese Dashboards sind freikonfigurierbar. Das ist schon mal das erste. Und das zweite ist: Ich kann die jeweiligen Dashboards nur einer jeweiligen Person zeigen, zum Beispiel.
Also der Qualitätssicherungsmensch, der sich interessiert für einen bestimmten Datensatz. Der kriegt das aufbereitet in der Art und Weise, wie er das möchte und zu der Zeit, in der er sie haben möchte. Das gleiche zum Beispiel für jemanden, der vielleicht eher im Headquarter arbeitet und eher Produktionsdaten haben möchte. Der kriegt das entsprechend aufbereitet.
Das heißt, dieses Sammelsurium, das wir haben, wird dann personalisiert und der jeweiligen Person adressiert. Das Bass wird schlechthin. Unsere Zeit ist KI. Spielt das bei euch eine Rolle?
Absolut, ja. Auf jeden Fall. Aktuell befinden wir uns dann noch in einer Beta-Phase mit der KI. Aber eben dieser Prozess, diese Daten zu interpretieren und eben dann Aktionen vorzuschlagen in einer ersten Stufe, das ist etwas, was wir heute schon können.
Die nächste Stufe wäre dann diese Informationsbearbeitung letztendlich dann komplett zu übernehmen. Und da sind wir schon an einem sehr guten Punkt. Aus dem Publikum kam auch die Frage, ob ihr auch transparente Schichten sehen könnt und bewerten könnt. Geht das?
Absolut, auf jeden Fall. Wir kommen ja nicht nur aus der Druckbildindustrie oder aus der Druckbildinspektion, sondern wir sind auch im Surface-Bereich tätig, wo wir nur homogene Oberflächen inspizieren. Da ist ja das A und O, eben diese Flächen zu inspizieren. Da haben wir ja bestimmte Beleuchtungstechniken und auch gewisse Softwarepakete, die wir entwickelt haben und die sich bis heute auch wirklich bewährt haben.
Also wenn sich irgendwie eine Brechzahl ändert oder so, könnt ihr irgendwas nachgucken, wenn verschiedene Schichten da sind. Barriere-Lacke sind ja gerade im Trend. Das wäre so ein Beispiel, oder? Definitiv, das wäre definitiv möglich, ja.
Cloud vs. On-Premise Infrastrukturoptionen
Hochspannend, wenn man so ein Ding investieren will, muss man da in die Cloud, wird das On-Premise installiert? Wie geht das? Das ist sowohl als auch. Das ist beides möglich.
Es ist schwierig, sich da festzulegen, weil ja ein bisschen die Strukturen, die Infrastrukturen der Firmen sehr unterschiedlich sind, von Land zu Land, von Region zu Region. Deswegen sind wir da sehr flexibel und halten eben beide Möglichkeiten offen. Könnt ihr auch direkt an andere ERP-Systeme zum Beispiel berichten, Ruby oder die Bob’s Cloud oder so etwas? Das geht, das geht natürlich auch.
Wie gesagt, wir arbeiten mit offenen Schnittstellen. Die sind entsprechend anpassbar. Wir haben auch standardisierte Schnittstellen. Also sind wir sehr, sehr weit offen und haben auch die Möglichkeit, mit ihnen zu kooperieren.
Vielen herzlichen Dank. Wir waren hier live vom neuen Expertentreffer Packungsdruck in Osnabrück. Danke schön, Danilo. Danke.

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