mit Carola Bick, ifeu Institut
Im Vorfeld des ersten Inno-Meeting Europes, spricht Karsten Schröder mit Carolina Bick vom ifeu Institut über den neuen Leitfaden zur Verpackungsoptimierung hinsichtlich Nachhaltigkeit. Diese Leitfaden wird auch in berlin ein Thema eines Vortrages sein.
Das ifeu Institut beschäftigt sich mit allerlei Umweltfragen und wissenschaftlichen Antworten dazu. Carola Bick hat für das ifeu bei dem Projekt Innoredux mitgearbeitet und stellt in dieser Episode wesentliche Ergebnisse daraus vor.
Im Projekt wurde ein Leitfaden entwickelt, der sich an alle richtet die damit betraut sind Verpackungssysteme zu beeinflussen oder auszuwählen (z.B. durch Auslegung von Verpackungen oder Logistikprozesse). Ziel des Leitfadens ist es einfache aber wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfen an die Hand zu geben, um ökologisch nachhaltigere Verpackungen auszuwählen und einzusetzen.
Auch abrufbar auf vielen anderen Plattformen wie:
LINKS
Leitfaden: https://www.ifeu.de/publikation/verpackungen-oekologisch-optimieren/
LINKS ZU ÜBERSICHTS-ÖKOBILANZEN
→ Kase https://www.ifeu.de/fileadmin/uploads/Kurzauswertung_-_Verpackungen_für_Käse.pdf
→ Mandeln https://www.ifeu.de/fileadmin/uploads/Kurzauswertung_-_Verpackungen_für_Mandeln.pdf
→ Seife https://www.ifeu.de/fileadmin/uploads/Kurzauswertung_-_Verpackungen_für_Handwaschseife.pdf
→ Textilwaschmittel https://www.ifeu.de/fileadmin/uploads/Kurzauswertung_-_Verpackungen_für_Textilwaschmittel.pdf
→ Tomatenpassata https://www.ifeu.de/fileadmin/uploads/Kurzauswertung_-_Verpackungen_für_Tomatenpassata.pdf
→ Versandverpackungen https://www.ifeu.de/fileadmin/uploads/Kurzauswertung_Versandverpackungen_für_Damen_T-Shirts.pdf
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Folienwissen Spezial, der Innoform-Podcast zum InnoTalk. Carola Bick vom IV-Institut nimmt uns in dieser Episode mit in die Ergebnisse des Projektes InnoRedux. Es geht um Verpackungsoptimierung. Wir sprechen über das Produkt dieses Forschungsprojektes, nämlich den Leitfaden zur Optimierung von Verpackungen.
Seien Sie gespannt auf die Erkenntnisse in dieser Episode. Ich freue mich, im heutigen Podcast Carola Bick begrüßen zu dürfen vom IV-Institut. Du bist die Zweite, die wir vom IV-Institut hier schon im Innoform-Podcast zum InnoTalk begrüßen dürfen. Benedict Cowards ist Stammreferent bei unseren Konferenzen und du bist in einem anderen Bereich tätig.
Bevor wir jetzt so ein bisschen zu deiner Person und zu deinen Aufgaben kommen, erzähl so ein bisschen, was ist eigentlich das IV-Institut und in welchem Bereich dieser doch relativ großen Gruppe, dieser großen Firma mittlerweile, hältst du dich auf? Genau, also das IV-Institut ist der Institut für Energie- und Umweltforschung und wir beschäftigen uns da eigentlich mit einer ganz großen Bandbreite an Umweltfragen. Wir haben verschiedene Fachbereiche, Mobilitätsfachbereich, dann ein Fachbereich, der sich mit Fragen zu Energiethemen beschäftigt, einer zu Ernährung und Ressourcen und dann eben der Fachbereich, in dem der Benedict und ich, also wir arbeiten im gleichen Fachbereich, arbeiten Industrie und Produkte und da ist eben einer der Schwerpunkte Verpackungen. Aber wir machen nicht nur Verpackungen, sondern auch so Unternehmensklimabilanzen.
Teilweise auch beschäftigen wir uns da nicht nur mit den Ökobilanzen von den Verpackungen, sondern auch von den verpackten Produkten, aber es ist eben mehr so der Fokusindustrie. Genau, ihr habt im Namen auch das Institut, ihr seid aber eigentlich ein privates Unternehmen. Ihr macht auch sehr viele öffentliche Projekte, oder? Genau, das ist auch eher mein Schwerpunkt.
Also ich arbeite tatsächlich gar nicht unbedingt für die Wirtschaft, sondern mein Fokus ist eher öffentlich geförderte Projekte, wie jetzt auch das Projekt InnoRedux, über das wir noch sprechen wollen, aber auch andere Projekte, die sich eben mit Verpackungen beschäftigen, zum Beispiel zu biobasierten Verpackungen für Lebensmittel oder so. Alles öffentliche, wo es immer darum geht, verschiedene Personen aus verschiedenen Standpunkten Unternehmen zusammenzubringen und gemeinsam noch Lösungen zu gucken, das ist so eher der Bereich, in dem ich arbeite. Ab und zu auch mal eine Ökobilanz, aber das ist eher die Ausnahme. Es wird heute sehr viel über Ökobilanzen gesprochen, werden auch wir in diesem Podcast sicherlich immer mal wieder tun, aber der Schwerpunkt liegt eigentlich mehr auf so einer Arbeitsanweisung.
Aber bevor wir da reingehen, Carola, was hast du eigentlich vorher gemacht und was befähigt dich dazu, beim IV-Institut solche komplizierten Sachverhalte zu bearbeiten? Ja, also studiert habe ich Biowissenschaften im Bachelor und meinen Master, der hieß Managing the Environment. Ich bin Großbritannien studiert, da ist auch so ein bunter Strauß an Umweltthemen letztlich gewesen. Ich habe dann nach dem Studium noch für eine Umweltstiftung gearbeitet, Plant for the Planet, da habe ich eigentlich was ganz anderes gemacht.
Da ging es eher so Richtung Umweltbildung, diese Umweltbildungstage für Kinder organisiert. Da habe ich aber auch sehr viel gelernt, so organisatorisches. Und danach wollte ich gerne mehr inhaltlich machen und bin dann zum IV gewechselt. Hochinteressant, wir wollen dich auch persönlich hier natürlich noch ein bisschen besser kennenlernen.
Was machst du denn, wenn du nicht arbeitest, was sind so deine Hobbys, was willst du uns da verraten? Puh, ja, also wir haben kurz einen alten Hof gekauft, den wir renovieren. Und wenn ich dann nicht arbeite, geht sehr viel Zeit da rein. Da gibt es immer was zu tun.
Plastik oder Papier: Materialwahl im Kontext
Also auch das hands-on, das handwerkliche spielt in deinem Leben eine Rolle? Ja, genau, also da machen wir eigentlich fast alles selber. Jetzt mache ich immer gerne noch so ein paar Blitzfragen, auf die du kurz oder lang antworten kannst. Buch oder Hörbuch?
Buch. Plastik oder Papier? Ja, das kommt drauf an. Genau, das ist schwierig, pauschal zu beantworten.
Und für deinen Hof Hund oder Katze? Hund, zwei Hunde haben wir. Sehr schön. Haben wir dich schon ein bisschen kennengelernt.
Jetzt gehen wir mal ein bisschen rein. Wir wollen heute ja schwerpunktmäßig sprechen über das Projekt Inno Redux. Dazu habt ihr einen Leitfaden entwickelt. Das ist ein Projekt, was schon eine ganze Weile läuft.
Was war der Anlass für dieses Projekt eigentlich? Ja, also das Projekt lief, das ist jetzt schon abgeschlossen, das lief dreieinhalb Jahre im Programm Plastik in der Umwelt vom BMBF. Die haben verschiedene Projekte gefördert, die alle eben sich mit dem größeren Problem von Plastik in der Umwelt beschäftigen. Und wir, das heißt das Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung und das IFOI, haben eben uns als, also das Verpackungsthema als Fokus gesetzt, um eben zu schauen, gemeinsam mit Praxispartnern, wie kann man Verpackungen optimieren, was gibt es da, wie kann man das umsetzen.
Weil das eben ja Verpackungen auch ein sehr mediales Thema sind bei diesem ganzen Plastik in der Umwelt Problem, sage ich jetzt mal so. Nun macht man sich, wenn man sich mit Verpackungen beschäftigt, ja in heutigen Zeiten nicht unbedingt nur Freunde. Kannst du schon was über die genaue Zielsetzung des Projektes sagen? Was soll passieren, wenn das mal abgeschlossen ist?
Was soll dann fertig sein? Genau, also Ziel war es eben diesen Leitfaden, den wir entwickelt haben. Das war eigentlich so, das ist sozusagen das Endprodukt oder eines der Endprodukte dieses Projektes, wo man eben Unternehmen an die Hand geben kann, was sie tun können, um ihre Verpackung ökologischer zu gestalten. Und zusätzlich zu diesem Leitfaden haben wir noch weitere Materialien entwickelt, weil wir eben wirklich wollen, dass das auch ein Leitfaden ist, der genutzt wird.
Also dass das eben nicht irgendwie nur der Abschlussbericht des Projekts ist, sondern dass es ein Leitfaden ist, der nach Möglichkeit auch von Unternehmen genutzt wird. Und deshalb haben wir zusätzlich noch so ein Schulungsmodul entwickelt, das eben die Unternehmen auch nutzen können, um sozusagen sich selber fortbilden zu können im Unternehmen. Und es gibt ja oft so eine Person oder vielleicht auch mehrere, denen das ein besonderes Herzensthema ist und dass die das dann auch an Kollegen weitertragen können und die informieren können. Das ist so die Idee hinter diesem Schulungsmodul und dass man dann gemeinsam im Unternehmen eine Strategie entwickeln kann und gemeinsam das Thema voranbringen kann.
Ökobianz: Verpackungsmethoden systematisch vergleichen
Ihr vergleicht in diesem Projekt ja verschiedene Verpackungsmethoden, Verpackungsmaterialien, Gebindegrößen und macht das auch mit verschiedenen Produkten. Und da spielen natürlich auch immer wieder die Ökobilanz eine Rolle. Wir haben es vorhin schon kurz angesprochen. Wie wichtig ist denn eigentlich und wie schätzt du das persönlich ein, ein verpacktes Gut wirklich entlang der Lieferkette jetzt mit einer Ökobilanz mit Punkt und Komma genau auszurechnen, um zu gucken, wie ist denn meinetwegen der CO2-Fußabdruck oder Wasserverbrauch oder so etwas?
Wie schätzt du das ein? Das ist eine gute Frage. Also eine Ökobilanz ist ja immer sehr kontextspezifisch. Und wenn man jetzt natürlich genau für ein ganz bestimmtes Produkt mit bestimmten Lieferanten, bestimmten Lieferketten und so weiter eine Verpackung mit einer anderen vergleichen will, dann ist natürlich schon wichtig, dass man eine Ökobilanz hat, die einem dann genau das Ergebnis liefert.
Aber der Leitfaden, der soll eigentlich eben auch so ein bisschen Hinweise geben, was man beachten muss, dass die Ökobilanz gut ausfällt, ohne eine Ökobilanz durchführen zu müssen. Also das ist eigentlich so ein bisschen die Idee dahinter, weil natürlich führen wir Ökobilanzen durch und machen das auch gerne und freuen uns, wenn Unternehmen zu uns kommen und wir die Ökobilanzen durchführen können. Aber es ist ja auch klar, dass nicht jedes Unternehmen für jedes Produkt eine Ökobilanz machen kann. Und dann ist eben die Frage, worauf kann man achten, damit diese eben möglichst gut ausfallen würde, wenn man sie dann durchführt?
Und das ist eigentlich das, was wir gerne mit diesem Leitfaden, wo wir die Unternehmen unterstützen möchten, damit sie selber auch so ein bisschen die Frage beantworten können. Wobei das natürlich nicht eben dann bis auf die letzte Nachkommastelle möglich ist, aber das ist eben einfach so ein, ja, dass man kann man zumindest schon mal eine Verpackung ausschließen, die auf jeden Fall schlechter abschneiden würde. Und dann hat man vielleicht nachher noch ein paar Alternativen übrig. Und dann braucht man vielleicht noch mal Hilfe von außen.
Und das ist ja wirklich gar nicht so einfach. Ich bin nun auch begeisterter Biertrinker, vermeide aber mittlerweile wirklich die Einwegglasflasche, die hier in Spanien der Standard ist. Und dann sogar noch als 0,25 Liter Flasche, also was es in Deutschland gar nicht gibt. Wir sprechen von einer Pipette.
Und da habe ich ja von euch gelernt, von Benedikt, da wäre was anderes viel besser, zum Beispiel eine Petflasche. Oder natürlich das frischgezapfte aus dem Fass. Das ist dann das Ökologischste, was wir im Moment so haben. Und das werde ich mir jetzt mal wieder angewöhnen.
So was Ähnliches gibt es auch für Standbeutel und Tetrapack. Da hat der Benedikt mich auch aufgeklärt, dass der Tetrapack in vielen Fällen auch deswegen besser ist, weil er selber so stabil ist und nicht so eine schwere Umverpackung braucht. Ist das das, was man so mit Ökobilanzen dann genau ausrechnet, wie also das gesamte Gebinde, ich sage mal vom Abfüller bis hin zum Konsumenten, bis zum gelben Sack quasi seinen Weg beschreitet? Oder wie muss ich mir das vorstellen?
Die Herstellung vom Kundschaft ist da schon auch immer mit drin. Und dann aber Abfüller, da haben wir eben mit unseren Praxispartnern gemeinsam zusammengearbeitet. Herstellung des Produkts und dann bis zur Entsorgung oder End of Life, genau. Also das ist alles mit drin bei den Ökobilanzen, die wir im Rahmen des Projekts durchgeführt haben.
Leitfaden für nachhaltige Unternehmensverpackungen
Und das ist ja eigentlich auch etwas, wo die Industrie darauf wartet, dass man diese Systemgrenzen vielleicht auch irgendwann mal normiert, damit auch von unterschiedlichen Firmen auch solche Ökobilanzen mal vergleichbar werden. Ihr seid einen anderen Weg gegangen. Ihr habt gesagt, wir müssen das Grobe erstmal verstehen. So habe ich das wahrgenommen und müssen dem Abfüller oder an wen richtet sich eigentlich der Standard oder der Folienverpackungsindustrie oder der Kunststoffverpackungsindustrie oder allgemein der Verpackungsindustrie.
Wer ist eure Zielgruppe? Also der Leitfaden richtet sich eigentlich grundsätzlich an alle Unternehmen, die sich mit Verpackungen auseinandersetzen. Ein Schwerpunkt ist schon auf Handelsunternehmen, denn das waren auch die Praxispartner im Projekt. Also da hatten wir zum Beispiel mit Alnatura und DM waren da als Praxispartner mit dabei, aber auch weitere auch kleine unverpackt Läden.
Aber grundsätzlich können auch Lieferanten, Verpackungshersteller genauso Hinweise aus dem Leitfaden mitnehmen. Ist also nicht so, dass der Verbraucher nachher den Leitfaden auswendig lernen muss und danach seinen Einkauf gestaltet? Nee, das nicht. Da sind auch Hinweise drinnen für Kommunikation mit der Kundschaft, aber der richtet sich jetzt schon eher an die Unternehmen und nicht an die Kundschaft.
Das ist nicht die Zielgruppe des Leitfadens. Dann gucken wir uns den mal ein bisschen genauer an, den Leitfaden. Wie ist der grundsätzlich aufgebaut? Ich habe ihn ja wie gesagt gelesen, aber wenn man so als neuer Betrachter so eines fertigen Produktes was liest, ist es ja immer noch was anderes, als wenn man selber an dem Leitfaden mitgearbeitet wäre.
Wie funktioniert das? Wie muss ich das? Ich stelle mir mal vor, ich bin jetzt ein Händler und möchte jetzt besonders nachhaltige Verpackungen einsetzen. Wie gehe ich durch den Leitfaden durch?
Also grundsätzlich ist der Leitfaden in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Block ist Verstehen und der zweite Block ist Umsetzen. Und im Block Verstehen geht es eben erstmal darum, dass man so ein grundsätzliches Verständnis dazu entwickelt, welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, Verpackungen zu optimieren und was muss man jeweils beachten, wenn man einen dieser Ansätze durchführt. Und ganz am Anfang geht es auch einfach nochmal darum, dass man schaut, wo befinden sich eigentlich die Unternehmen.
Weil für die Unternehmen ist es ja auch nicht einfach. Also alle erwarten natürlich von den Unternehmen, dass sie ihre Verpackungen ökologischer gestalten, aber die haben natürlich auch verschiedene Zielkonflikte. Also die Kundschaft will irgendwie möglichst wenig Plastik. Plastik ist schlecht.
Dann müssen sie gleichzeitig aber ja noch das Produkt schützen. Dann darf sich der Preis auch nicht erhöhen. Das findet dann die Kundschaft auch wieder schlecht. Und für die Unternehmen nicht gut.
Zielkonflikte bei ökologischer Optimierung lösen
Und dann soll noch die Ökobilanz gut sein. Und irgendwo in diesem Zielkonflikt stehen die Unternehmen und versuchen alle diese Ziele unter einen Hut zu bringen. Und da versuchen wir eben so einen Weg zu gehen. Gerade den ersten Teil Verstehen habe ich sehr genossen, den nochmal durchzulesen.
Wir kriegen auch als Innoform auch in unserem Test-Service in Oldenburg immer wieder Anfragen. Ich habe jetzt hier zwei Verpackungen. Der eine ist der eine Kunststoff. Ich sage mal 12µ-Polyester auf 50µ-Pyrolithylen kaschiert.
Daraus machen wir einen Standbeutel und machen da Nüsse rein. Das andere ist OPP20µ auch mit 50µ-PE. Welcher ist jetzt ökologischer? Und das kommt dann eben einfach immer drauf an.
Und das können wir auch als Innoform gar nicht sagen. Wir können jetzt wohl sagen, was ist besser recyclefähig oder so. Da gibt es ja diesen Mindeststandard. Aber in diesem ersten Punkt Verstehen, da steckt ja schon eine ganze Menge drin.
Hast du so ein paar Grundfaustformeln vielleicht schon, die du hier nennen möchtest, wo man sagen kann, wenn ihr das beherzigt, so ganz grobe Dinge, um überhaupt erst mal eine Verpackung vorzuselektieren. Natürlich muss man euer Produkt ja quasi doch den Standard noch durchlesen und verstehen. Aber wenn du so drei, vier, fünf Punkte vielleicht mal nennen würdest, wo du sagst, wenn man darauf achtet, hat man schon die halbe Miete. Genau, es gibt ja diese sechs Ansätze.
Einer ist eben zum Beispiel Verpackungsverzicht. Weil Verpackungsverzicht sagen wir für viele trockene Produkte, ist das eine gute Verpackung, wenn es eben möglich ist, die unverpackt zu machen. Dann gibt es Mehrwegverpackung. Da sagen wir eben als Faustregel, also Mehrweg kann man ganz schlecht pauschal sagen, ist jetzt besser oder schlechter, sondern da kommt es eben viel drauf an.
Aber wenn zum Beispiel das Produkt leichter ist als die Verpackung, dann ist es eher nicht sinnvoll, das in einer Mehrwegverpackung zu verpacken. Das ist auch so eine Faustregel. Bei reduziertem Materialeinsatz, das wäre jetzt noch ein Ansatz, da ist es dann wichtig, dass man schaut, wenn man an einem Ort den Materialeinsatz verringert, bei der Produktverpackung zum Beispiel, dass man dann nicht auf einmal viel mehr Transportverpackung braucht. Also dass man eben nicht nur die Verpackung, die nachher in die Kundschaft geht, berücksichtigt, weil das ist natürlich auch die, über die gesprochen wird und worüber sich vielleicht die Kundschaft beschwert.
Die Transportverpackung kennt keiner so genau, aber die muss man natürlich genauso im Blick behalten. Also nicht, dass man da auf einmal dann viel mehr braucht. Was du vorhin auch gesagt hast, mit den Verbundkartons, die sind schön stabil, da braucht man dann auch nicht viel Umverpackung. Und das wird ja oft gar nicht mitgerechnet, deswegen seid ihr beim Handeln natürlich an der richtigen Adresse, weil der muss das ja letztlich alles bezahlen, das gesamte, auf der Palette gestapelte Produkt, was er eigentlich verkaufen will.
Nachhaltige Materialsubstitution wirtschaftlich umsetzen
Und der hat dann eigentlich auch nachher den Benefit davon, wenn er es nachhaltiger macht, auch wenn vielleicht die Transportverpackung teurer wird, dafür aber vielleicht erst die Primärverpackung billiger oder andersrum, das kann er ja eigentlich am besten steuern. Deswegen verstehe ich jetzt auch viel besser, warum wir auch da den Fokus so ein bisschen drauf legen. Sechs Ansätze, fallen dir noch mehr ein? Genau, dann gibt es noch Wechsel des Verpackungsmaterials, also Material substituieren, das kann alles Mögliche sein, also entweder eben von Plastik zu Papier oder von einem Kunststoff zu einem Recycling-Kunststoff oder vielleicht auch zu einem Biokunststoff oder so.
Da muss man dann natürlich immer drauf gucken, da kann man ja verschiedene Ziele mitverfolgen, wenn man Material substituieren will. Entweder kann man sagen, ich will einfach keinen Plastik mehr, das ist aber aus unserer Sicht jetzt nicht unbedingt der beste Ansatz, wenn man einfach partout versucht, Plastik zu verhindern, sondern man muss ja immer gucken, was ist die Alternative und ist die überhaupt besser. Wenn man jetzt aber sagt, man will irgendwie die Kreislaufwirtschaft stärken und setzt deshalb auf Recycling-Materialien oder auf besser recycelbare Materialien, dann ist das sicher ein ganz sinnvoller Ansatz. Oder wenn man schaut, kann man ein Material wechseln und dadurch Gewicht reduzieren, dann ist das auch ein guter Ansatz.
Dann gibt es noch so Sachen wie, dass vielleicht ein Unternehmen einen besonderen Fokus auf nachwachsende Rohstoffe setzt oder was man da einsetzen will. Da muss man dann wieder sagen, es kommt drauf an, das kann zu einer Verbesserung führen, aber auch nicht unbedingt. Da muss man dann wieder auf den Einzelfall schauen. Ich habe auch gesehen, das Thema Recycling findet auch seinen Platz in eurem Dokument.
Wie schätzt du das ein, wenn jetzt ein Produkt Einwegverpackung sein muss, aus welchen Gründen auch immer, und es ist dann besser recycelfähig als ein anderes? Ist das wirklich ein ausschlaggebendes Argument? Nämlich, das ist ja die Frage, mit der sich die Folienindustrie nicht sehr viele Folien gut recycelt, zumindest nicht so, dass es wieder eine Folienverpackung werden könnte. Alle arbeiten dran, viele Ressourcen gehen da auch rein, aber ist es sinnvoll, überhaupt ins Recycling zu gehen?
Man hat ja im Moment den Eindruck, das ist so das Allheilmittel. Könntet ihr das auch bestätigen, mit euren Erkenntnissen? Das Allheilmittel ist es, denke ich, nicht. Es ist immer so, es kommt drauf an.
Das ist leider ganz oft die Antwort, die wir geben müssen. Es kann natürlich sein, wir haben zum Beispiel uns ein paar Ressourcen von Textilwaschmitteln angeschaut, jetzt mal als konkretes Beispiel. Und da haben wir uns halt alles Mögliche, was es am Markt gibt, angeschaut, eben so eine Flasche zum Ausgießen, dann die gleiche aus Rezyklatmaterial, ein Standbodenbeutel, auch Unverpacktlösung und Verpackung für Waschpulver. Wenn man da jetzt mal konkret den Standbodenbeutel und die Flasche vergleicht, dann schneidet der Standbodenbeutel in der Ökobilanz besser ab, als die Flasche, obwohl er schlechter recyclingfähig ist.
Weil es so viel weniger Verpackungsmaterial ist und der so viel leichter ist. Das Abfallaufkommen haben wir uns in diesem Projekt auch immer noch angeschaut, nochmal separat, weil das ja in diesem Programm Plastik in der Umwelt ist. Da haben wir uns nochmal ein Fokus draufgelegt. Das Abfallaufkommen ist aber höher vom Standbodenbeutel, weil eben der nicht recycelt werden kann.
Trotzdem ist die Ökobilanz besser. Da muss man dann halt immer schauen, worauf man den Fokus legen will. Die Ökobilanz davon ist besser. Und wenn man jetzt noch was Besseres tun wollte, würde man tatsächlich jetzt für ein Waschmittel in den Unverpackt-Laden gehen, wenn er denn erreichbar ist und da dann kaufen?
Unverpackt versus Standbodenbeutel: Gewinner ermittelt
Oder was war euer Gewinner? Genau, unverpackt war da der Gewinner. Aber besser als der Standbodenbeutel schneiden auch Verpackungen für Waschpulver ab. Das ist dann natürlich mit einer Produktveränderung verbunden.
Da muss dann natürlich auch wieder die Kundschaft mitspielen. Aber ein Karton für Waschpulver oder auch so ein Folienbeutel für Waschpulver ist ja einfach nochmal weniger Verpackung und schneidet dadurch auch besser ab. Genau. Die Umwelteinflüsse vom Produkt selber habt ihr aber nicht noch mit betrachtet.
Ihr habt euch mehr um die Verpackung und Logistik gekümmert, richtig? Richtig, genau. Das hätte den Rahmen gesprengt. Genau.
Und das sind ja die Herausforderungen, die zum Beispiel ein Markeninhaber, der jetzt ein Waschmittel produziert. Ich gucke mal so in die Runde. Hier steht so allerhand drum an Mustern. Und die müssen natürlich alles im Blick haben.
Die müssen natürlich auch ein Produkt in den Markt bringen, was also das Waschmittel selber, auch in der Produktion und auch im Konsum möglichst wenig Schaden anrichtet. Oder vielleicht sogar auch der Umwelt hilft. Auch da sind ja Bemühungen, dass man also gewisse Inkredenzien verändert, sodass die für die Natur vielleicht sogar auch nützlich sind. Wir haben ja damals die Phosphate gehabt, zum Beispiel im Waschmittel.
Die haben wir rausgenommen, weil wir alles überdüngt hatten. Und jetzt ist das schon mal viel besser geworden. Jetzt arbeitet man ja tatsächlich dran, das sogar noch umweltverträglicher immer weiter zu machen. Und die Konzentrate spielen sich auch eine Rolle.
Also Faustformel würdest du sagen, je dünner, je kleiner eine Verpackung, desto besser. Der Material ist gar nicht so entscheidend tendenziell. Hat aber doch Papier, Pappe einen Vorteil gegenüber Kunststoff? Oder kann man das auch so pauschal gar nicht sagen?
Ist auch pauschal schwer zu sagen. Also jetzt bei dem Waschpulver der Karton, hat gut abgeschnitten und hat dann natürlich, aber auch weil er auch nicht so schwer ist. Und dadurch, dass er recycelt werden kann, dann auch eher. Was haben wir noch an Papierverpackungen untersucht?
Tiefziehfolie und Frischhaltefolie im Test
Beim Käse haben wir uns auch, wir haben noch Käse gemacht. Da haben wir uns so eine Tiefziehfolie angeschaut und die gibt es ja auch so aus beschichtetem Papier. Die schneidet auch etwas besser ab als die Kunststoffverpackung. Aber war auch nicht der Gewinner.
Der Gewinner war da tatsächlich, da war es nämlich nicht unverpackt, sondern wie so eine Frischhaltefolie direkt in den Käse drumrum. Also auch da wieder. Weniger ist mehr. Also reduzieren auf jeden Fall und vermeiden sowieso über allem.
Das sind ja auch die Global Goals, die wir ja als Verpackungsindustrie quasi so als Damoklesschwert immer über uns schweben haben. Auch interessant ist vielleicht noch die Mandelöko-Bilanz. Die finde ich auch immer noch ganz spannend. Sehr gerne, genau.
Da haben wir uns drei Verpackungen von Mandeln angeguckt, auch wieder unverpackt. Dann die Folie und ein Pfandglas. Da hat unverpackt wieder gewonnen. Also wie gesagt für trockene Lebensmittel ist es eben wirklich eine gute Lösung.
Meistens unverpackt und schneidet in der Regel am besten ab. Aber das Pfandglas hat da mit Abstand am schlechtesten abgeschnitten, einfach weil eben das so ein ganz schlechtes Verhältnis von Verpackung zu Produkt ist, vom Gewicht. Und weil das ja auch einen Einwegdeckel hat. Und der Einwegdeckel alleine ist schwerer als die ganze Kunststofffolie.
Und dann sieht man ja schon, es ist eigentlich mehr Einwegverpackung. Das Pfandglas in dem Fall. Hochspannend. Ihr wollt ja mit dem Dokument auch Leute bewegen, nachhaltigere Verpackung zu machen.
Du hattest die Schulung vorhin schon kurz angesprochen. Wir werden auch einen Vortrag haben in Berlin bei unserer europäischen INNO-Meeting. Was wäre denn so die erste Botschaft oder die wichtigste Botschaft, die ihr jetzt eigentlich einem, ich sag mal, Händler, bei dem Beispiel mitgeben wolltet, wenn er jetzt wirklich was verändern will. Ich habe zum Beispiel auch im Bekanntenkreis einen Filialeiter von einem Einzelhändler, der möchte gerne mehr nachhaltige Verpackung.
Und der hat auch die Freiheit, ich sag mal, seine verpackten Lebensmittel auch mit anhand der Verpackung auszusuchen. Aber was würde man dem denn so als Ratschlag jetzt mitgeben? Also erst mal kann ich mir vorstellen, euren Standard lesen. Und dann nach Berlin kommen und dann Seminar besuchen oder in welcher, wie geht der jetzt vor?
Produktpalette strategisch clustern und optimieren
So praktische Hinweise. Ja, also das wäre wahrscheinlich schon mal ein guter Ansatz. Genau. Es ist, denke ich, wichtig, dass man im Unternehmen sich auch Unterstützung holt und im Unternehmen ja, Kollegen, Kolleginnen dazu bekommt, an einem Strang zu ziehen.
Und dann muss man eben, ja, man muss sich im Grunde genommen dann die Produktpalette anschauen, vielleicht klastern, was sind ähnliche Produkte, die wir eh nicht verpacken können und dann müsste man schauen, was da jeweils eine gute Verpackungsalternative ist. Da kommt man dann schon in diesen Umsetzenbereich von dem Leitfaden. Da haben wir eben, also ja, da haben wir echt lange dran gefeilt. Es war nicht einfach, weil wir wollten ja irgendwas, was, was dem Unternehmen auch hilft, gerne entwickeln, aber es gibt halt nicht.
Alle wollen immer die einfache Antwort. Was ist das beste Material? Was ist die beste Verpackung? Und wir haben da diskutiert und diskutiert, dass wir was an die Hand geben, was nicht zu sehr vereinfacht ist, dass es die, also es muss ja die Komplexität berücksichtigen, aber dennoch verständlich ist.
Unsere Praxispartner haben sich ein Tool gewünscht, dass man nachher für jede Verpackung, für jedes Produkt ist die beste Verpackung. Das konnten wir natürlich nicht leisten. Das geht so einfach nicht. Wir haben jetzt versucht, mit so einem Fragenkatalog die Unternehmen an die Hand zu nehmen, dass die einfach, dass einfach schon mal klar ist, mit welchen Fragen müssen wir uns überhaupt beschäftigen?
Was hat alles Einfluss auf die Ökobilanz? Also das sind eben einmal schon mal diese Themen, die wir eben schon mal angesprochen haben. Recyclingfähigkeit spielt eine Rolle, Gewicht spielt eine Rolle, aber auch so was wie Transportwege, die Materialauswahl und dann eben die ganzen Prozesse, Produktionsprozesse, aber auch Abfüll- und Waschprozesse, falls so was anfällt. Und dann kann man eben, wenn man jetzt sich mal verschiedene Verpackungsalternativen überlegt hat, sich die nebeneinander stellen und dann verschiedene Fragen dazu beantworten.
Also wie schwer sind die Verpackungen jeweils? Und dann eben nicht nur die Produkte, sondern jeweils auch die Transportverpackung, die dazu gehört, dass man sich immer alles anschaut. Wie steht es um die Recyclingfähigkeit der verschiedenen Verpackungsalternativen und so weiter? Und die Welt ist eben auch so kompliziert.
Wir könnten, selbst wenn wir wollten, ja gar nicht alles auf faserbasierte Papier und Pappe umstellen, weil wir gar nicht genug Bäume pflanzen können, um das alles abzudecken, was wir heute in Glas, Blech, Holz, Plastik und so weiter verpacken. Wir können es ja gar nicht alles ersetzen. Von daher gibt es ja auch immer noch Marktzwänge. Man möchte vielleicht gerne, aber es geht gar nicht.
Wo geht es weiterhin mit dem Projekt? Gibt es ein Anschlussprojekt? Macht ihr da erst mal das Buch zu und versucht mehr so in dem One-to-one-doing mit den Firmen jetzt weiterzukommen? Was sind so die Pläne in der Zukunft?
Nachhaltige Verpackungen: Branchenübergreifende Enabler-Rolle
Also das Projekt ist jetzt tatsächlich erst mal beendet und hat jetzt kein direktes Nachfolgeprojekt. Aber wir sind natürlich weiter mit den Praxispartnern im Austausch und wissen auch, dass die schon ganz viel umgesetzt haben und wollen jetzt natürlich auch einfach noch schauen, dass wir das noch mehr Unternehmen, den Leitfaden nutzen und bleiben gerne mit denen in Kontakt und denken das Thema Buch zu. Auf jeden Fall nicht, sondern es ist ja weiterhin ein sehr relevantes Thema, was wichtig ist. Und ich hoffe, dass da auch noch Rückfragen kommen und dass man da in der Diskussion weiter am Ball bleibt und möglichst viele Unternehmen auch unterstützen kann und auch ermutigen kann, weil es ist ja ein komplexes Thema, diesen Weg zu gehen.
Viele versuchen sich ja auch als Enabler, sagt man heute, zu positionieren. Zum Beispiel Druckfarbenfabriken habe ich jetzt demnächst wieder im Podcast. Die wollen also auch mit ihrer Druckfarbentechnologie helfen, Dinge recyclingfähiger zu machen zum Beispiel und damit auch wieder einen Anstoß zu geben, vielleicht andere Materialien ökologischer zu machen letztendlich und aber auch eben ökonomischer. Und darum geht es ja auch immer, dass das Ganze auch nicht total aus dem Ruder läuft.
Wir müssen ja auch eine Verpackung irgendwie noch bezahlbehalten. Letztendlich ist eine Verpackung ja nicht mehr als eine Dienstleistung, um das Produkt irgendwie zu kennzeichnen, zum Kunden zu bringen, zu schützen, haltbar zu machen und solche Dinge mehr. Genau, das ist auch ein so ein Punkt, den wir dann, also man muss ja nicht nur gucken, was wiegt die Verpackung, ist sie recyclingfähig, sondern auch was bedeutet das eigentlich für die Kundschaft? Muss die sich irgendwie umstellen?
Wird das überhaupt angenommen? Und eine Frage, die wir uns auch gestellt haben, ist dann, wenn wir jetzt zum Beispiel auf unverpackt umstellen, nutzen das ja nicht so viele Kunden und Kundinnen. Wenn wir aber vielleicht einfach auf eine Verpackung umstellen, die keine Verhaltensänderung bei der Kundschaft hervorruft, dann nutzen viel mehr Kunden die Verpackung und insgesamt ist dann ja vielleicht der Benefit größer. Also sowas muss ja auch im Blick behalten werden.
Man kann eine kleine Veränderung machen, die aber sehr viel genutzt wird oder eine große Veränderung, die wenig genutzt wird. Das ist auch so was, was wir noch so ein bisschen versucht haben mit reinzubringen, dass man eben, ja und dadurch auch die ermutigen, man kann auch einen kleinen Schritt machen, der kann ja auch trotzdem eine große Wirkung haben. Man muss nicht immer gleich das allerbeste, die allerbeste Verpackung einsetzen. Das eigentlich schönes Schlusswort.
Danach kann fast nichts mehr kommen. Wir haben also gelernt, verstehen kommt vom Umsetzen. Das kann man in eurem Leitfaden wunderbar nachlesen. Wir werden in Berlin darüber sprechen.
Carola, das war ein schönes Interview. Herzlichen Dank für deine Zeit. Ja, danke auch. Das war sie schon wieder, die Episode mit Carola Big zum Thema InnoRedux.
Wenn auch Sie einmal Teil dieser Initiative für mehr Flexpack-Wissen werden wollen, melden Sie sich gerne bei mir, ks.innoform.eu. Tschüss, bis zum nächsten Mal, Ihr Karsten Schröder.

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